Grow Up: Darf ich das Wi-Fi mit dem Nachbarn teilen?
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Grow UpDarf ich das Wi-Fi mit dem Nachbarn teilen?

Wer sich die monatlichen Kosten fürs Surfen sparen will, teilt den Internetanschluss einfach mit dem Nachbarn. Dies kann jedoch zu Problemen führen.

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Ohne zu fragen, das WLAN des Nachbarn zu benutzen, ist in der Schweiz zwar nicht strafbar, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass bei Problemen mit den Behörden der Anschlussinhaber haftet.

Ohne zu fragen, das WLAN des Nachbarn zu benutzen, ist in der Schweiz zwar nicht strafbar, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass bei Problemen mit den Behörden der Anschlussinhaber haftet.

Athena Grandis
Bei mehreren Nutzern leidet schnell mal auch die Geschwindigkeit, und eine schlechte Internetverbindung kann ganz schön frustrierend sein.

Bei mehreren Nutzern leidet schnell mal auch die Geschwindigkeit, und eine schlechte Internetverbindung kann ganz schön frustrierend sein.

Filadendron
Daher die Sache lieber mit den Nachbarn absprechen und gegebenenfalls einen Anschluss teilen.

Daher die Sache lieber mit den Nachbarn absprechen und gegebenenfalls einen Anschluss teilen.

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Wer nicht ein Handyabo mit unlimitiertem Internet besitzt, muss sich früher oder später einen Anschluss zulegen. Folglich gibt es in vielen Häusern ebenso viele Netzwerke wie Wohnungen. Die Internetabopreise liegen hier je nach Angebot und Kombination schnell mal bei 140 Franken pro Monat. Nicht nur aus Kostengründen sollte man sich daher überlegen, mit den Nachbarn einen Anschluss zu teilen. Ohne zu fragen, das WLAN des Nachbarn zu benutzen, scheint zwar vielen eine gute Alternative. Und grundsätzlich macht man sich in der Schweiz damit auch nicht strafbar. Jedoch muss bei Problemen mit den Behörden, z. B. illegalen Aktivitäten, der Anschlussinhaber haften, weshalb auch Telekommunikationsanbieter von einer gemeinsamen Nutzung abraten. Wenn du dich mit den Nachbarsparteien geeinigt hast, gilt es folgende vier Fragen zu berücksichtigen:

1. Wie weit reicht die Verbindung?

Die Bauweise des Gebäudes beeinflusst die Reichweite des Funknetzes stark. Vor allem Beton- und Gipswände stellen meist ein grosses Hindernis dar, weshalb die Signalstärke nach ein bis zwei Wänden bereits stark abnimmt.

2. Welche Infrastruktur wird benötigt?

Die besten Verbindungen sind nach wie vor jene übers Netzwerkkabel. Benötigst du eine äusserst gute Internetverbindung, solltest du die Installation eines professionellen Netzwerkes mit dezentralen Basisstationen in Betracht ziehen, die das Signal gleichmässig in den Wohnungen verteilen. Eine solche Installation kostet zwar, ist aber hinsichtlich des Einsparens von Abokosten sicher eine gute Investition.

3. Was ist mit der Privatsphäre?

Da im Heimnetzwerk auch private Daten kursieren, wie beispielsweise jene fürs E-Banking, solltest du getrennte Router einsetzen. Man kann sich sogar überlegen, seinen Gästen den Zugang zu einem abgetrennten Gästenetz zu ermöglichen.

4. Wer haftet bei Problemen?

Sollten über das Netzwerk illegale Aktivitäten aufgedeckt werden, haftet zunächst der Abonnent. Daher empfiehlt sich die Verschlüsselung des Netzwerkes, vor allem, wenn nicht bekannt ist, wer das Netzwerk sonst noch so mitbenutzt.

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern.

Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

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