31.07.2020 17:24

Über 200 neue Corona-Fälle

Darf man am 1. August feiern?

Dieses Wochenende wird es doppelt heiss: Viele Menschen treffen sich zum Fest mit Freunden und Familie, versammeln sich im Schatten, kommen sich näher – gleichzeitig steigen die Corona-Fallzahlen. Soll man den Nationalfeiertag trotzdem zelebrieren?

von
Céline Krapf
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Die Feste zum Nationalfeiertag fallen dieses Jahr kleiner aus.

Die Feste zum Nationalfeiertag fallen dieses Jahr kleiner aus.

KEYSTONE
Im kleinen Rahmen mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen solle trotzdem gefeiert werden, sagt Infektiologe Christian Garzoni.

Im kleinen Rahmen mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen solle trotzdem gefeiert werden, sagt Infektiologe Christian Garzoni.

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Laut Wettervorhersage sind diese Woche bis 38 Grad zu erwarten.

Laut Wettervorhersage sind diese Woche bis 38 Grad zu erwarten.

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Darum gehts

  • Die Covid-19-Pandemie hat die Schweiz immer noch im Griff: Am Donnerstag wurden 220 neue Fälle kommuniziert.
  • Trotzdem soll die Schweiz den 1. August feiern – mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen.
  • Das BAG empfiehlt den Download der Swiss-Covid-App, auch wenn im privaten Rahmen gefeiert wird.

Die bislang heissesten Tage des Sommers warten auf die Schweiz, Menschenmassen versammeln sich im Schatten und an 1.-August-Feiern – in Kombination mit den steigenden Corona-Fallzahlen ein gefährlicher Mix. Denn am Donnerstag waren es erstmals seit April wieder über 200 neue Corona-Fälle in der Schweiz.

Das öffentliche Leben solle nun keineswegs heruntergefahren werden, sagte BAG-Chef Pascal Strupler am Donnerstag an der Pressekonferenz des Bundesamts. Und doch wird es ein ungewöhnlicher Nationalfeiertag werden: Viele Gemeinden und Veranstalter von Festen haben ihre Feiern komplett abgesagt, andere haben Massnahmen ergriffen, um Ansteckungsrisiken zu reduzieren.

App soll auch im Privaten aktiviert werden

Und auch bei Privatveranstaltungen soll die Bevölkerung vorsichtig sein: «Wir müssen an alle appellieren, die private Veranstaltungen organisieren, die Hygiene- und Entfernungsregeln einzuhalten oder eine Maske zu tragen, wenn die Entfernungen nicht eingehalten werden können», schreibt das BAG auf Anfrage von 20 Minuten.

Weiter weist es darauf hin, dass die Swiss-Covid-App auch bei Aktivitäten im privaten Rahmen heruntergeladen und aktiviert werden soll. Nur so könnten Vorkehrungen getroffen werden, um eine Übertragung des Virus auf andere zu vermeiden. Denn die Gefahr einer Infektion ist auch im Privatleben präsent: In der Familie finden neben Arbeitsplatz, Ausland und Einkaufen die meisten Ansteckungen statt.

Feiern kann man trotz Pandemie

Ziel sei, sich so zu verhalten, dass das Virus keinen grossen Schaden an der Gesellschaft anrichtet – wir sollten uns dementsprechend alle vernünftig verhalten. «Wir könnten 200 Kilometer pro Stunde fahren auf der Autobahn, fahren aber 120, weil das Risiko sonst zu gross ist. Es bedeutet aber nicht, dass wir nicht fahren können.» Genau gleich müsse man auch beim Feiern masshalten.

Feuerwerk ist grösstenteils erlaubt

Auch ein privates 1.-August-Feuerwerk ist in den meisten Kantonen möglich: Nur im Tessin und in Teilen Graubündens wurde ein absolutes Feuerverbot ausgesprochen, im Aargau und in beiden Basel muss genügend Abstand zu Wald und in Waldesnähe eingehalten werden.

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302 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Bürger CH

01.08.2020, 20:13

Warum wird die Wahrheit nicht frei geben, weil die Wahrheit viele zum denken bringt. Feuerwerkt hat mit 1. August nichts zu tun

Schweizer

01.08.2020, 20:01

Feiern kann man auch ohne Ballerei und Feuerwerk

Bürger

01.08.2020, 19:53

1. August wie das neu Jahr Fest, hat nur noch mit Ballerei zu tun. Man kann ja dann auf die Strasse gehen und seine Finger auf andere Zeigen. Viele jammern dann über den Klimawandel