24.04.2020 10:25

In diesen ZeitenDarf man eigentlich noch schrebergärtnern?

Früher galten sie als spiessig, heute sind Schrebergärten wieder im Trend. Dies erst recht während der Pandemie.

von
mst
24.4.2020
Gärten entspannen, sagen zumindest diverse Studien. Und auch wenn sich ein Teil der Befragten von der Gartenarbeit gestresst fühlt, ...

Gärten entspannen, sagen zumindest diverse Studien. Und auch wenn sich ein Teil der Befragten von der Gartenarbeit gestresst fühlt, ...

Keystone/Alessandro Della Valle
... träumen doch viele von einem kleinen Stück eigenem Grün.

... träumen doch viele von einem kleinen Stück eigenem Grün.

Keystone/Alessandro Della Bella
Gerade in Städten verschwinden wegen der Verdichtung immer mehr Grünflächen. Da verwundert es nicht, dass Schrebergärten begehrt sind.

Gerade in Städten verschwinden wegen der Verdichtung immer mehr Grünflächen. Da verwundert es nicht, dass Schrebergärten begehrt sind.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Wer einen Schrebergarten hat, will die Natur erleben, an der frischen Luft sein und Abstand zum Alltag gewinnen, wie eine Studie letztes Jahr gezeigt hat.

Demnach fühlen sich die meisten Befragten nach dem Besuch in ihrem Gärtchen entspannter, wenn auch 15 Prozent die Gartenarbeit als stressig empfinden. Trotzdem lohnt sich der Aufwand gemäss einer aktuellen Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Denn je mehr Pflanzen in einem Garten grünen und blühen, desto grösser ist dessen Erholungswert für die Gärtnerin oder den Gärtner, wie eine Befragung von rund 300 Gärtnern und Gärtnerinnen in der Stadt Zürich ergeben hat.

Gärtnern erlaubt

Gerade in Städten verschwinden wegen der Verdichtung immer mehr Grünflächen. Da verwundert es nicht, dass Schrebergärten begehrt sind. Dies erst recht in der Corona-Krise. So kommt man an die frische Luft, hat etwas zu tun und kommt auf andere Gedanken. Und das sogar ohne gegen die Bestimmungen zu verstossen.

Vereinsaktivitäten sind zwar momentan untersagt, aber Familiengärten sind von diesem Verbot ausgenommen – natürlich unter der Auflage, dass die bekannten Weisungen und Empfehlungen des BAG eingehalten werden.

Wie aber kommt man an eine solche grüne Oase?

Vor allem in stadtnahen Gebieten ist die Nachfrage gross und die Warteliste entsprechend lang. Wir haben drei Tipps für Sie, wie es mit der Entspannung im Garten aber trotzdem klappen könnte.

1. Am besten, man erkundigt sich direkt beim gewünschten Familiengartenverein. Informationen dazu findet man auf der Website des Schweizer Familiengärtner-Verbands, in dem die Vereine organisiert sind.

2. Manchmal verpachten auch die Gemeinden Gartenparzellen. Entsprechende Infos gibts auf den Gemeinde-Websites.

3. Manchmal suchen ältere Menschen mit grossem Garten Hilfe bei der Gartenarbeit, im Gegenzug darf der Garten frei genutzt werden. Solche Angebote findet man am ehesten an Anschlagbrettern oder in Lokalzeitungen.

Übrigens: Der Schrebergarten hat eine lange Tradition. Der deutsche Arzt Moritz Schreber forderte Mitte des vorletzten Jahrhunderts Spielplätze für Arbeiterkinder.

Nach seinem Tod gründeten Bürger 1864 den Schrebergartenverein. Daraus entstand eine Bewegung, die in den Städten Kleingärten schuf für Arbeiter, später auch für Angestellte und heute für Singles, Pärchen und Familien jeden Alters und aus jeder Schicht.

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