Ankunft in Belgrad - «Du bist unser Sieger» – Djokovic-Fans singen und schwenken Fahnen

Ankunft in Belgrad«Du bist unser Sieger» – Djokovic-Fans singen und schwenken Fahnen

Die drei australischen Richter haben Novak Djokovic nach Hause geschickt. Der Tennisspieler darf nicht am Australian Open 2022 teilnehmen.

von
Newsdesk

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Montag, 17.01.2022

Flughafen verlassen

Laut serbischen Medien hat Djokovic den Flughafen, ohne sich den Fans zu zeigen, verlassen. Welchen Ausgang er genommen hat und wohin er gegangen ist, ist bisher unklar. Medienberichten zufolge will er noch kein offizielles Statement abgeben und sich erst nach Turnierende äussern.

VIP-Ausgang

Djokovic hat sich immer noch nicht beim VIP-Ausgang gezeigt, wo die Fans und Medien warten.

AFP

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Fans warten immer noch

Djokovic hat Medienberichten zufolge das Gebäude noch nicht verlassen. Währenddessen singen die Fans und schwenken Fahnen. Sie rufen wiederholt «Nole, Nole» und «Du bist unser Sieger».

Fans und Medien warten auf Djokovic

Fans und Medienverantwortliche warten gespannt bei einem VIP-Bereich am Belgrader Flughafen Nikola Tesla.

Djokovic ist angekommen

Ob der Tennis-Star nach seiner Landung in Belgrad ein Statement vor den wartenden Journalisten und Journalistinnen abgibt, ist unklar. Mittlerweile ist Djokovic aus dem Flugzeug gestiegen.

Novak Djokovic hat das Flugzeug verlassen.

Novak Djokovic hat das Flugzeug verlassen.

AP

Flugzeug gelandet

Das Flugzeug ist laut serbischen Medien gelandet. Alle warten gespannt, dass Novak Djokovic aus dem Flieger steigt.

Auf dem Weg in die Heimat

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic ist nach seiner erzwungenen Ausreise aus Australien Informationen der Nachrichtenagentur AP zufolge auf dem Weg nach Belgrad. Der 34-Jährige werde am Montag um 12.10 Uhr in der Hauptstadt seines Heimatlandes ankommen, hiess es.

Djokovic war am Montagmorgen zunächst in Dubai gelandet. Der Weltranglisten-Erste war am Sonntagabend aus Melbourne abgereist, nachdem das Bundesgericht Australiens seinen Einspruch gegen die Annullierung des Visums abgelehnt hatte. Seine Hoffnungen auf den zehnten Titel bei den Australian Open waren damit einen Tag vor dem Turnierauftakt zu Ende gegangen.

Der nicht gegen das Coronavirus geimpfte Djokovic wollte mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung am Grand-Slam-Turnier teilnehmen, die Behörden hatten ihm aber die Einreise verweigert.

Auf diesem Flug soll sich Djokovic befinden.

Auf diesem Flug soll sich Djokovic befinden.

Flightradar24

Djokovic in Dubai gelandet

Die Emirates-Maschine mit Novak Djokovic an Bord ist um 2.25 Uhr Schweizer Zeit auf dem Flughafen von Dubai gelandet. Der Flug EK409 ist vor 13 Stunden und 35 Minuten in Melbourne gestartet und pünktlich in Dubai angekommen.

AFP

Eine AFP-Journalistin, die im selben Flugzeug wie der Serbe reiste, berichtete, dass der impfskeptische Sportler den Flieger mit zwei Taschen verliess – er trug zudem eine Maske.

Wohin der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger von Dubai aus reisen wird, ist noch unklar.

Screenshot Flightradar24
Sonntag, 16.01.2022

Flug nach Dubai

Wie auf der Website des Melbourne Airports zu sehen ist, ist der Flieger, mit dem Djokovic nach Informationen australischer Medien nach Dubai reisen soll, gestartet.

Flightaware.com

Eine Person, die angab auf dem selben Flug zu sein wie der Tennis-Star schrieb auf Twitter, dass der Serbe von Security-Angestellten in die erste Klasse eskortiert worden sei.

Djokovic am Flughafen

Bilder zeigen Djokovic, wie er bereits am Flughafen von Melbourne ist. Er wird Australien noch am Sonntagabend (Ortszeit) verlassen. Währenddessen meldete sich auch der serbische Sportminister Vanja Udovicic zu Wort. «Gewinner von 20 Grand-Slam-Titeln, für immer der Beste der Welt, einer, der Sportgeschichte schreibt – das alles ist und wird für immer Novak Djokovic sein», sagte er laut serbischen Medien, wie «The Age» berichtet. «Alles andere ist Quatsch, eine Schande und absurd. Wir sind mit dir, du Legende, Stolz von Serbien.»

Abreise in wenigen Stunden

Novak Djokovic muss Australien verlassen, dies war am Sonntagmorgen (Schweizer Zeit) beschlossene Sache. Dem Weltranglistenersten wurde das Visum entzogen, mit seinem Einspruch scheiterte er. Serbiens Präsident Aleksandar Vučić teilte nach dem Entscheid scharf gegen Australien aus.

Wie «The Age» und «The Sydney Morning Herald» um 20 Uhr (Ortszeit) berichten, wird Djokovic bereits in wenigen Stunden mit dem 22.30-Uhr-Flug (Lokalzeit) das Land in Richtung Dubai verlassen.

Statement von Novak Djokovic

Novak Djokovic hat sich nun laut der australischen Zeitung «The Age» persönlich zum negativen Entscheid der Richter geäussert: Er sei sehr enttäuscht darüber, dass er nicht in Australien bleiben und damit auch nicht an den Australian Open teilnehmen könne.Er werde sich nun etwas Zeit nehmen, um sich auszuruhen und zu erholen.

Djokovic sagte zudem, dass er die Entscheidung des Gerichts akzeptieren und für seine Ausreise mit den zuständigen Behörden kooperieren werde. «Es ist mir unangenehm, dass der Fokus in den letzten Wochen auf mir lag», so Djokovic. «Ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.»

Salvatore Caruso ersetzt Novak Djokovic

Salvatore Caruso, die Weltnummer 150 im Tennis, wird nun für Novak Djokovic einspringen. Er wird am Montagabend den Titelverteidiger ersetzen und im zweiten Spiel der Nightsession antreten. Caruso trifft in der Rod-Laver-Arena auf Djokovics Landsmann Miomir Kecmanovic.

Djokovic muss Gerichtskosten übernehmen

Die Niederlage vor Gericht bedeutet für Novak Djokovic, dass er die Verfahrenskosten der Regierung übernehmen muss. Seine Anwälte baten nochmals um Bedenkzeit. Das Gericht wird in rund 30 Minuten wieder zusammentreten. Der Entscheid ist aber nun final und ein Rekurs ist nicht mehr möglich.

Einspruch von Novak Djokovic abgelehnt

Die drei australischen Richter haben entschieden: Chief Justice James Allsop, Justice Anthony Besanko und Justice David O’Callaghan haben den Einspruch von Novak Djokovic einstimmig abgelehnt.

Bei der am Sonntag (Ortszeit) begonnenen Verhandlung ging es um die Forderung des serbischen Tennis-Stars, die Entscheidung der australischen Regierung aufzuheben, ihm wegen fehlender Corona-Impfung sein Visum zu entziehen und ihn auszuweisen.

Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke räumte laut Gerichtsunterlagen zwar ein, dass das von Djokovic ausgehende Infektionsrisiko «geringfügig» sei. Die Einreise des Tennisspielers könne aber zur Missachtung von Corona-Regeln im Land führen, eine «Anti-Impf-Stimmung fördern» und sogar zu «Unruhen» beitragen. Djokovics Anwälte warfen der Regierung vor, für diese Einschätzung keine Beweise vorzulegen.

Gerichtsverhandlung geht weiter

Der «Federal Court of Australia» hat angekündigt, dass die Gerichtsverhandlung um 17.45 AEDT (Australian Eastern Daylight Time) weitergehen wird. Das ist in wenigen Minuten. Der Entscheid um sein Visum könnte also jeden Moment fallen.

Nach fünfeinhalb Stunden Anhörung: Entscheid soll in ein paar Stunden fallen.

In der Gerichtssitzung in Australien im Fall von Novak Djokovic haben sich die Richter am frühen Sonntagnachmittag (Ortszeit) zur Entscheidungsfindung zurückgezogen. Drei Richter des Bundesgerichts entscheiden, ob der Weltranglisten-Erste im Land bleiben und an den am Montag in Melbourne beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ob er ausreisen muss. Der 34-jährige Titelverteidiger Djokovic hatte nach dem erneuten Entzug seines Visums Einspruch eingelegt.

Wann das Urteil fällt, war zunächst nicht bekannt. Man wolle den Nachmittag mit Beratungen zu dem Fall verbringen und hoffe, noch am Sonntag zu einer Entscheidung zu kommen, sagte der Vorsitzende Richter James Allsop.

Vorbild für Impfskeptiker?

Zunächst hatten die Anwälte des 20-maligen Grand-Slam-Turniersiegers ihre Argumentationslinie dargelegt. Sie warfen unter anderem die Frage auf, ob Einwanderungsminister Alex Hawke nicht bedacht habe, ob auch eine «Anti-Impf-Stimmung» geschürt werde, wenn das Visum des Tennisprofis für ungültig erklärt werde. Dass der Aufenthalt die «Anti-Impf-Stimmung» fördern könne, hatte die australische Regierung als einen Grund angegeben, warum Hawke das Visum von Djokovic erneut für ungültig erklärt hatte. Die Regierungsseite argumentierte, dass Djokovic ein Vorbild für Impfskeptiker sein könne.

Nachdem die Sitzung gegen 9.30 Uhr begonnen hatte, war sie um 12.30 Uhr für eine einstündige Pause unterbrochen worden. Es sollte möglich sein, das Verfahren zur «Lunchtime» abzuschliessen, hatte es zum Auftakt geheissen.

Die Anhörung selbst ging fast sechs Stunden.

Nach drei Stunden Einvernahme: Pause in der Gerichtssitzung

Die Gerichtssitzung, in der über den Einspruch nach dem erneuten Entzug des Visums für den serbischen Tennisprofi Novak Djokovic entschieden wird, ist nach rund drei Stunden unterbrochen worden. Vor dem Bundesgericht legten die Richter und beteiligten Anwälte von Djokovic und der australischen Regierung in Australien um 12.30 Uhr Ortszeit eine Pause ein.

Für eine Stunde soll die Sitzung unterbrochen sein. Zunächst hatte die Seite von Djokovic ihre Argumentationslinie dargelegt. Anschliessend hatte die Seite der australischen Regierung das Wort, die ihre Ausführungen nach der Unterbrechung fortsetzen sollte.

Abschluss zur «Lunchtime» noch realistisch?

Drei Richter entscheiden, ob der Weltranglisten-Erste im Land bleiben und an den am Montag in Melbourne beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ob er ausreisen muss. Die Sitzung wird online übertragen. Es sollte möglich sein, das Verfahren zur «Lunchtime» abzuschliessen, hatte es zum Auftakt geheissen. (DPA)

Samstag, 15.01.2022

Novak Djokovic macht sich auf den Weg ins Gericht

Novak Djokovic, Tennisspieler und Weltnummer 1 der Männer, hat das Park Hotel in Melbourne vor der Berufung des Bundesgerichtshofs heute Morgen verlassen. Wie das australische Newsportal «The Age» berichtet, ist Djokovic inzwischen in der Kanzlei seines Anwalts im Rialto Tower in Melbourne eingetroffen und wird am Sonntagmorgen um 9.30 (Lokalzeit) vor dem Bundesgerichtshof vor drei Richtern erscheinen: Chief Justice James Allsop, Justice Anthony Besanko und Justice David O’Callaghan.