Darfur-Rebellen wollen verhandeln
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Darfur-Rebellen wollen verhandeln

Trotz des Boykotts der Darfur-Friedensgespräche in Libyen haben die wichtigsten Rebellengruppen ihre Bereitschaft zu neuen Verhandlungen geäussert.

Sie warfen den Vermittlern der UNO und der Afrikanischen Union (AU) jedoch vor, die Kritik am Verhandlungsort Libyen nicht berücksichtigt zu haben.

"Wir sind bereit mit den Vermittlern zu sprechen, um uns über Verfahrensfragen zu verständigen (...) und zu einer echten Lösung zu kommen", sagte Dschar el Nabi Abdel Karim im Namen von sechs Untergruppen der Bewegung/Armee für die Befreiung Sudans (SLM/A) am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Die Rebellen zweifelten aber an der Neutralität Libyens im Darfur- Konflikt. Nach Angaben des Chefs einer anderen Rebellen-Untergruppe, Ahmed Abdel Schafi, laufen im südsudanesischen Dschuba derzeit Gespräche zwischen den verschiedenen Untergruppen, um eine gemeinsame Position zu finden.

Beide Rebellenchefs sagten, sie glaubten nicht an die Umsetzung der von der sudanesischen Regierung verkündeten einseitigen Waffenruhe in Darfur.

Der libysche Revolutionsführer Muammar el Gaddafi hatte zuvor von einem Scheitern der Verhandlungen in Sirte gesprochen, da die wichtigsten Gruppen - die SLM/A und die Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) - nicht teilnehmen. Ingesamt hatten acht aus den beiden Rebellenorganisationen hervorgegangene Gruppierungen zum Boykott des Treffens aufgerufen.

(sda)

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