Silbergewinner Olsson: «Dario war zu stark für uns alle»
Aktualisiert

Silbergewinner Olsson«Dario war zu stark für uns alle»

Dario Cologna vergoldet sein Olympia-Erlebnis in Sotschi mit seinem Triumph über 15 km. Die Konkurrenz ist beeindruckt.

von
Franziska Burkhard
Krasnaja Poljana

Fünf Tage nach seinem Triumph im Skiathlon trumpft Dario Cologna noch einmal gross auf: Über 15 km klassisch lässt der 27-Jährige seinen Konkurrenten keine Chance. «Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Es ist ja bereits sehr schwierig, überhaupt eine Medaille von Olympischen Spielen nach Hause zu bringen.» Nach seiner Verletzung sei er selbst überrascht über diese Resultate. «Ich habe bereits zwei Goldmedaillen, das ist verrückt!»

Beeindruckt zeigt sich auch der schwedische Silbermedaillen-Gewinner Johan Olsson: «Dario war nicht schlagbar, er war zu stark für alle. Er hat gezeigt, dass er aktuell der beste Langläufer ist.» Cologna bleibt trotzdem ruhig und analysiert die Lage. Derart von Gefühlen übermannt wie am Sonntag im Skiathlon, als bei der Flower Ceremony Tränen flossen, wird der Bündner nicht mehr.

Während des Rennens durfte der Schweizer auf prominente Unterstützung auf der Tribüne zählen. Bundesrat Ueli Maurer, Missions-Chef Gian Gilli und Alt-Skistar Didier Cuche mit einer Delegation von rund 15 Leuten feuerten Cologna auf dem Weg zu seinem zweiten Olympiasieg in Sotschi und zum dritten überhaupt lautstark an.

Die wichtigsten Faktoren auf dem Weg zum Erfolg

Der Bündner nennt nach seinem erneuten Triumph mehrere Faktoren, die ihn an diesen Punkt gebracht haben. «Das Rennen in Toblach hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben.» Dort hatte der Schweizer bei seiner Weltcup-Rückkehr über die 15 km klassisch gleich einen zweiten Rang herausgeholt. «Der Schlüssel zum Erfolg war aber sich die Vorbereitung vor meiner Verletzung.» Zum Schluss will der Goldjunge auch die Leute im Hintergrund nicht vergessen: «Das Material war bei diesen schwierigen Bedingungen toll, dass muss man an dieser Stelle sicher auch erwähnen. Das Service-Team hat super Arbeit geleistet.»

Nach wie vor sind alle beeindruckt, wie der Münstertaler nach seinem Bänderriss auf die grosse Bühne zurückgekehrt ist. Man merkt ihm an, dass ihn die Fragen zu seinem Fuss mittlerweile langweilen. Trotzdem antwortet er geduldig auf die immer gleichen Fragen: «Dem Fuss geht es gut. In Distanz-Rennen habe ich ohnehin nicht mehr viele Probleme.» Etwas behält er aber für sich: «Wem ich den Sieg widme, verrate ich nicht. Das erfährt nur die entsprechende Person.»

Start in der Staffel noch fraglich

Ob er sich in der Staffel vom Sonntag trotzdem etwas schonen will, entscheidet Cologna am Freitagabend. «Den Teamsprint mit meinem Bruder werde ich aber sicher laufen. Das ist vielleicht eine einmalige Chance.»

Deine Meinung