Ukraine: Darth Vader durfte nicht wählen

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UkraineDarth Vader durfte nicht wählen

Die Macht war diesmal nicht mit ihm: Darth Vader, ukrainischer Parlamentskandidat, durfte bei der Wahl seine Stimme nicht abgeben. Unterkriegen lässt er sich deshalb nicht.

von
mlr

Sein Traum vom ukrainischen Präsidentschaftsamt zerplatzte bereits im Frühjahr, nun durfte Darth Vader nicht einmal wählen. Als Darth Aleksejewitsch Vader, der früher eine bürgerliche Existenz als Elektriker Viktor Schewtschenko führte, am Sonntag in Kiew seine Stimme abgeben wollte, wurde er an der Wahlurne abgewiesen.

Der Grund? Der Mann im Kostüm weigerte sich, seine Maske abzunehmen. «Hier in meinem Pass ist mein Gesicht zu sehen. Wo steht geschrieben, dass ich meine Maske abnehmen muss?», versuchte Vader laut «The Telegraph» die Verantwortlichen noch umzustimmen - doch vergebens. Er verliess das Wahllokal unverrichteter Dinge, gab sich jedoch kämpferisch und betonte, dass «das Empire nicht gewinnen» werde.

Computer statt Abgeordnete

Vader ist Mitglied der Ukrainischen Internetpartei (UIP), auf deren Liste ebenfalls ein Stephan Chewbacca steht, und hat potenziellen Wählern bereits früher versprochen, die Ukraine in ein «galaktisches Empire» zu verwandeln. Am Wahltag erklärte er gemäss «The Independent», sein Ziel sei es, die Regierungsgeschäfte von Computern erledigen zu lassen. Die Abgeordneten hätten ihre Nutzlosigkeit bewiesen. Meinungsforscher räumten der Partei vorab kaum Chancen ein.

Bei der Auszählung der Stimmen zur Parlamentswahl liefern sich die Parteien von Präsident Petro Poroschenko und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nach Auszählung etwa eines Drittels der Stimmen lag Jazenjuks Volksfront mit 21,6 Prozent am Montag knapp vor Poroschenkos Block mit 21,5 Prozent.

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