Aktualisiert 07.10.2014 09:46

UmfrageDarüber streiten Paare in den Ferien am meisten

Falsche Feriendestination, vergessener Pass oder arbeiten unter Palmen: Wie eine Umfrage zeigt, geht es in den Ferien nicht bei allen Pärchen nur harmonisch zu und her.

von
cit
7.10.2014

Das Hotel ist gebucht, die Flugtickets bezahlt und der letzte Arbeitstag geschafft: Den stressfreien Ferien steht also nichts mehr im Weg. Schön wärs! Wie eine Umfrage der Berliner Reisesuchmaschine GoEuro zeigt, beginnen die Streitereien bei vielen Paaren bereits vor der Reise.

Der Streit beginnt bei vielen bereits mit der Frage, wo es denn überhaupt hingehen soll. Nur 17 Prozent der Schweizer Paare entscheiden über die Feriendestination gemeinsam. Etwas mehr Einigkeit besteht bei den Italienern (33%) und Belgiern (34%). Gleichberechtigt bei der Gemeinschaftsentscheidung sind am ehesten die Niederländer: 58 Prozent legen das Ziel gemeinsam fest. In der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich entscheiden zudem überwiegend die Männer über das Ferienziel. In Italien, Belgien, Portugal, Österreich, England, Spanien und Deutschland sind es mehrheitlich die Frauen, die sich mit ihren Wünschen durchsetzen.

Streitlustige Spanier, gelassene Belgier

In der Befragung zu möglichen Streitthemen konzentriert sich die GoEuro-Erhebung auf sechs Themenfelder: Vergessene Gegenstände, Uneinigkeit über den richtigen Weg, Geld ausgeben, Arbeiten während den Ferien, Kinder und Restaurantbesuche. Die vergessenen Dinge sorgen für einen hohen Streitfaktor in vielen Ländern: An der Spitze liegen die Spanier mit 62,9 Prozent - der höchste Wert der Gesamtumfrage überhaupt. 40 oder mehr Prozent erreichen hier auch Österreich, Frankreich und Deutschland. Die Belgier lässt das Problem hingegen ziemlich kalt: Nur 5,6 der reisenden Paare aus Belgien geraten darüber in Streit.

Auch die Suche nach dem richtigen Weg erhitzt die Gemüter europäischer Paare: Bei 53,2 Prozent der Portugiesen sorgt das Problem für Auseinandersetzungen. Für fast jedes dritte Pärchen aus der Schweiz, Österreich, Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und England kann der Weg zum Problem werden. Auch Frankreich und Spanien fallen hier nicht unter 20 Prozent.

Schweizer streiten über die Arbeit während den Ferien

Arbeiten am Strand? Darüber geraten sich vor allem zwei Nationen so richtig in die Haare: Nahezu jedes dritte Pärchen aus der Schweiz und Deutschland echauffiert sich über die Arbeitswut des Partners auf Reisen. Mit 31,4 Prozent überholen die Schweizer die Deutschen (30,7 Prozent) knapp. 25,5 Prozent der österreichischen Pärchen streiten sich über dieses Thema und 17,1 Prozent der Spanier. Für andere Nationen scheinen Ferien tatsächlich arbeitsfreie Zeit zu bedeuten.

Auch in den Ferien trüben Geldstreitigkeiten die erhoffte Entspannung - vor allem für die Portugiesen, die mit 38,7 Prozent hier ganz oben liegen. Ziemlich egal ist das ausgegebene Geld den Schweizer Paaren: Nur 5,7 Prozent streiten sich über die Reisekasse. Die Deutschen sind hier weniger lässig - und immerhin mit 23,8 Prozent dabei.

Für verhältnismässig wenig Konfliktstoff sorgen im Pärchen- oder Familienurlaub die Kinder und die auswärtige Verpflegung: Für beide Felder schwanken die Werte zwischen fünf und 15 Prozent. Zwei Ausnahmen: Der Restaurantbesuch sorgt bei jedem dritten portugiesischen Paar für Unfrieden und bei immerhin jedem fünften belgischen.

Streitpunkte bei Schweizer Paaren:

1. Vergessene Gegenstände 40%

2. Suche nach dem richtigen Weg 33%

3. Dass der Partner in den Ferien arbeitet 31,4%

4. Uneinigkeit über Feriendestination 17%

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