«Brain freeze»: Darum bekommen wir von Glacé «Hirnfrost»
Publiziert

Brain freezeDarum bekommen wir von Glace «Hirnfrost»

Eine grosse Glace oder ein eiskalter Drink an einem heissen Sommertag und schon sticht und schmerzt es im Kopf. Das steckt hinter dem sogenannten Hirnfrost.

von
Fee Anabelle Riebeling
1 / 6
Je grösser die Gluscht auf eiskalte Glace, desto grösser ist das Risiko, beim Verzehr einen heftigen Kopfschmerz zu bekommen. 

Je grösser die Gluscht auf eiskalte Glace, desto grösser ist das Risiko, beim Verzehr einen heftigen Kopfschmerz zu bekommen. 

Unsplash
Die Rede ist von «Brain freeze» – Hirnfrost, von Fachleuten Sphenopalatine Ganglioneuralgia genannt.

Die Rede ist von «Brain freeze» – Hirnfrost, von Fachleuten Sphenopalatine Ganglioneuralgia genannt.

Getty Images/iStockphoto
Der Schmerz hinter der Stirn fühlt sich an, als würde das Gehirn kurz gefrieren. Laut kanadischen Forschenden ist jede dritte Person davon betroffen.

Der Schmerz hinter der Stirn fühlt sich an, als würde das Gehirn kurz gefrieren. Laut kanadischen Forschenden ist jede dritte Person davon betroffen.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, steigt das Verlangen nach Abkühlung. Glace und eiskalte Drinks stehen hoch im Kurs. Doch der Genuss kann schnell zu stechenden Kopfschmerzen führen. Weil sich der Schmerz hinter der Stirn anfühlt, als würde das Gehirn kurz gefrieren, wird das Phänomen als «Brain freeze» – Hirnfrost – bezeichnet. Fachleute sprechen von Sphenopalatine Ganglioneuralgia.

Der Moment ist unangenehm, aber nicht weiter schlimm: In der Regel hält er nicht lang an und ist unbedenklich – es handelt sich beim Kältekopfschmerz, wie das Stechen auch genannt wird, um eine ganz normale Reaktion des menschlichen Körpers. Laut kanadischen Forschenden neigt jede dritte Person dazu.

Der Grund sitzt im hinteren Gaumen

Ausgelöst wird der Hirnfrost durch die plötzlich eintretende Kälte im Mundraum. Wenn die Kälte auf die Nerven im Bereich des ​​Flügelgaumenganglions im hinteren Gaumen (siehe Bildstrecke) trifft, werden diese durch den Temperaturunterschied stimuliert. Die Nerven senden dann ein Signal an die Gehirngefässe. Ob sich diese dann erweitern oder verengen, ist noch nicht abschliessend bekannt.

Ist der Hirnfrost erst einmal eingetreten, heisst es abwarten. Ein wirkliches Gegenmittel gibt es nicht. Doch man kann den Schmerz verkürzen, so Stephanie Vertrees, Kopfschmerzspezialistin mit eigener Praxis in Austin im US-Bundesstaat Texas. Dafür sollte man im Fall der Fälle die Zunge gegen den Gaumen drücken. Das führt dazu, dass sich die Nebenhöhlen hinter der Nase aufheizen, was wiederum den Gaumen aufwärmt und den Schmerz schneller verschwinden lässt. 

So verhinderst du Hirnfrost

Wissen-Push

My 20 Minuten

Deine Meinung

4 Kommentare