To-do-Listen als Hilfe: Darum bewirken gute Vorsätze oft das Gegenteil
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To-do-Listen als HilfeDarum bewirken gute Vorsätze oft das Gegenteil

Selbstdisziplin ist nicht immer hilfreich. Sie kann im Zweifelsfall sogar ein Hindernis bei der Erreichung von Zielen darstellen.

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Im Leben fassen wir zahlreiche gute Vorsätze. So nehmen wir uns regelmässig vor, regelmässig aufzuräumen, ...

Im Leben fassen wir zahlreiche gute Vorsätze. So nehmen wir uns regelmässig vor, regelmässig aufzuräumen, ...

iStock/South_agency
... rechtzeitig mit dem Lernen anzufangen oder ...

... rechtzeitig mit dem Lernen anzufangen oder ...

iStock/Kurmyshov
... endlich auf die Bikini-Figur hinzuarbeiten. So unterschiedlich die Vorhaben auch sind, sie haben  eine Gemeinsamkeit: Sie werden oft gebrochen. Schuld daran ist laut Forschern die Selbstkontrolle, die man sich in Vorfeld selbst auferlegt.

... endlich auf die Bikini-Figur hinzuarbeiten. So unterschiedlich die Vorhaben auch sind, sie haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden oft gebrochen. Schuld daran ist laut Forschern die Selbstkontrolle, die man sich in Vorfeld selbst auferlegt.

Twitter/@ChefShuttleNWA

Gute Vorsätze gibt es viele und ständig kommen neue hinzu. Gemeinsam haben sie, dass sie meist gebrochen werden. Den Grund dafür liefern Forscher um Liad Uziel von der israelischen Bar-Ilan-Universität im «Personality and Social Psychology Bulletin». Demnach scheitert das Einhalten von Vorsätzen an der sich selbst auferlegten Selbstkontrolle.

Das zeigte die Studie eindeutig: Auffällig viele Teilnehmer scheiterten an der Erledigung einer unangenehmen Arbeit genau dann, wenn sie sich zuvor ausdrücklich vorgenommen hatten, konzentriert ans Werk zu gehen. Warum das so ist, ist jedoch noch unklar.

To-do-Listen helfen

Guten Vorsätzen deswegen eine Absage erteilen muss nun aber niemand. Denn Uziels Mitstreiter Roy Baumeister von der Florida State University zeigte in einer weiteren Studie, dass To-do-Listen helfen können, ein Vorhaben umzusetzen.

Doch einfach nur die zu erledigenden Punkte notieren, reicht nicht. Wichtig ist laut Baumeister, dass man zusätzlich noch aufschreibt, wie die Aufgabe angegangen werden soll. Dadurch verliert die bevorstehende Aufgabe ihren Schrecken.

Schliesslich fühle es sich dann einerseits so an, als sei die Arbeit schon so gut wie erledigt. Andererseits verschiebe sich dadurch der Fokus von den eigenen Charakterschwächen hin zur konkreten Aufgabe.

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