Säule 3a: Darum boomt die Altersvorsorge bei jungen Schweizern

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Säule 3aDarum boomt die Altersvorsorge bei jungen Schweizern

Sieben von zehn Schweizer Erwerbstätigen sparen mit der Säule 3a. Das sind fast zehn Prozent mehr als vor vier Jahren. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar zwölf Prozent mehr.

von
Barbara Scherer
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Junge Schweizerinnen und Schweizer nutzen vermehrt die private Altersvorsorge.

Junge Schweizerinnen und Schweizer nutzen vermehrt die private Altersvorsorge.

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So zahlen über 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen in die Säule 3a ein. 2018 waren es nur etwa 48 Prozent.

So zahlen über 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen in die Säule 3a ein. 2018 waren es nur etwa 48 Prozent.

20min/Stevan Bukvic
«Das Bewusstsein für die Vorsorge im Alter hat bei der jungen Generation stark zugenommen», erklärt Comparis-Vorsorgeexperte Leo Hug.

«Das Bewusstsein für die Vorsorge im Alter hat bei der jungen Generation stark zugenommen», erklärt Comparis-Vorsorgeexperte Leo Hug.

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Darum gehts

Vorsorgen fürs Alter liegt im Trend: 69,8 Prozent der erwerbstätigen Schweizerinnen und Schweizer zahlen in die Säule 3a ein. 2018 waren es nur 63,1 Prozent. Das ist eine Steigerung von fast zehn Prozent, wie eine aktuelle Umfrage der Vergleichsplattform Comparis zeigt.

Besonders stark gestiegen ist das Interesse an der Altersvorsorge bei den 20 bis 29-Jährigen. Heute zahlen über 60 Prozent in die Säule 3a ein (siehe Box). Vor vier Jahren waren es nur etwa 48 Prozent. «Das Bewusstsein für die Vorsorge im Alter hat bei der jungen Generation stark zugenommen», so Comparis-Vorsorgeexperte Leo Hug.

Das ist die Säule 3a:

Viele Schweizerinnen und Schweizer hätten zusehends erkannt, dass sie im Alter mit der AHV und Pensionskassenrente nicht über die Runden kommen. Darum setzen immer mehr Menschen auf zusätzliche freiwillige Vorsorgemöglichkeiten.

«Die Mentalität hat sich verändert, die Menschen denken vermehrt an die Zukunft», sagt Hug. Auch hegten viele jüngere Personen ein grosses Misstrauen gegenüber der AHV und der Pensionskasse. Grund dafür seien die sinkenden Umwandlungssätze und der festgefahrene politische Diskurs über Reformen in der Vorsorge.

Banken statt Versicherungen

Wenn es darum geht, wie Geld fürs Alter gespart wird, zeichnet sich ein klarer Trend zum Konto bei einer Bank ab – auch bei der jüngeren Generation. So haben fast drei Viertel der 20- bis 29-Jährigen für die 3a-Vorsorge ein Konto bei einer Bank. Nur knapp 40 Prozent haben eine Versicherungspolice und teilweise zusätzlich ein Konto.

Geht es um die Vorsorge, gibt es einen grossen Unterschied zwischen Frauen und Männern. So nutzen über drei Viertel der Männer die Sparmöglichkeit über die Säule 3a. Bei den Frauen sind es nur etwa 63 Prozent. Das sind aber deutlich mehr als noch 2018. Damals waren es nur knapp 56 Prozent.

Auch regional gibt es Unterschiede, wenn es um die Altersvorsorge geht: Am beliebtesten ist das 3a-Sparen in der Deutschschweiz mit 72,7 Prozent. In der Romandie sind es erst 62,9 Prozent und in der italienischen Schweiz 60,3 Prozent. 

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