25.09.2020 11:28

Stiftung TBB SchweizDarum brauchen gerettete Igelbabys trotz menschlicher Betreuung ihr Mami

Kürzlich wurden im Basler Tierheim an der Birs sechs Igelbabys abgegeben, die der Finder in seinem Grill entdeckt hatte – von der Mutter fehlte jedoch jede Spur. Auf Bitte des Tierheims machte sich der Finder auf die Suche nach dem Muttertier und konnte die Igelfamilie erfolgreich vereinen.

von
Lea Lozano

Die Igelbabys, hier vier Wochen alt, konnten erfolgreich mit ihrer Mutter vereint werden.

Tierheim bei der Birs 

Darum gehts

  • Ende August wurden in einem Basler Tierheim sechs Igelbabys abgegeben. Der Finder hatte sie unter seiner Grillabdeckung entdeckt.
  • Zu diesem Zeitpunkt waren die Kleinen erst zwei Tage alt, schätzt das Tierheim.
  • Da die Jungen ihre Mutter zum Überleben brauchen, bat das Tierheim den Finder, nach der Mutter zu suchen.
  • Mit Erfolg – die Igelfamilie konnte wieder vereint werden.

Da hatten die neugeborenen Igelbabys noch einmal Glück. Ein Mann die sechs Kleinen Ende August in seiner Grillabdeckung gefunden, wie der Tierschutz beider Basel (TBB) auf Facebook schreibt. Er brachte die Jungen direkt ins Tierheim an der Birs, von der Mutter fehlte jedoch jede Spur.

«Die Babys hatten noch geschlossene Augen, als sie abgegeben wurden und sind mit grösster Wahrscheinlichkeit am Tag vor der Abgabe zur Welt gekommen», sagt Beatrice Kirn, Geschäftsführerin der Stiftung TBB, auf Anfrage von 20 Minuten. Das Tierheim habe den Finder darum gebeten, nach der Mutter zu suchen, da die Säuglinge dringend auf sie angewiesen seien. «Igelbabys müssen alle drei bis vier Stunden mit Nahrung versorgt werden, weshalb sie vorübergehend dringend auf menschliche Hilfe angewiesen waren», schildert Kirn weiter.

Freudige Wiedervereinigung

Tatsächlich konnte der Finder auch die Mutter noch ausfindig machen und brachte sie am nächsten Tag ins Tierheim. Laut Kirn habe sie bereits nach ihren Jungen gesucht. Es sei extrem wichtig, dass die Igelfamilie wieder vereint wurde. «Die Igelbabys lernen durch die Mutter, sich mit Nahrung zu versorgen, um zu Überleben. Ein Wildtier in menschlicher Obhut aufwachsen zu lassen ist nur in absoluten Notfällen sinnvoll.» Laut Kirn sei es immer schwierig, die Tiere auszuwildern, wenn sie von Menschen aufgezogen wurden.

Das Tierheim bei der Birs bestätigt, dass die Igeljungen zum jetzigen Zeitpunkt putzmunter seien und noch von der Mutter versorgt werden. Üblicherweise sind die Jungen mit zirka sechs Wochen selbstständig, jedoch entscheidet im Endeffekt die Mutter darüber, wann ihre Kleinen ohne sie lebensfähig sind.

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10 Kommentare
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Tamara

25.09.2020, 15:23

Ich verstehe wirklich nicht, warum es Leute gibt, die Tierbabys mitnehmen müssen. Die Igelbabys waren ja nicht verweist. Ich denke mal, die Igelmutter hatte einfach ihr Nest unter dem Grill gebaut. Dann lasst doch ihre Kinder in Ruhe!

Denkanstoss

25.09.2020, 13:31

Vielleicht hätte man in diesem Fall die gesamte Igel-Familie am besten dort belassen, wo man sie gefunden hat.

Biene

25.09.2020, 13:25

Ne Mama ist halt durch niemanden zu ersetzen ❤️..