Moonwatch: Darum bricht der Hype um die Uhr einfach nicht ab

Die Kollaboration von Omega und Swatch sorgt auch Monate später für einen Hype.

Die Kollaboration von Omega und Swatch sorgt auch Monate später für einen Hype.

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Unglaublicher ErfolgDarum bricht der Hype um die Moonswatch einfach nicht ab

Die Kollaboration von Omega und Swatch lässt die Uhrenwelt erbeben: Warum die Moonswatch auch Monate später durch die Decke geht.

von
Johanna Senn

Für die Moonswatch stehen Menschen auch Monate nach dem Launch Schlange. Der Hype um die Uhren-Kollaboration von Omega und Swatch scheint nicht abzureissen. Aber warum eigentlich?

Luxuspiece zum Swatch-Preis

Die Omega Speedmaster, der die Moonswatch nachempfunden ist, gilt in der Uhrenwelt als Ikone. Die Omega Speedmaster Moonwatch ist die erste Uhr, die an den Handgelenken der Astronauten jemals den Mond betrat, und konnte in den letzten 50 Jahren ihren ikonischen Status zementieren. Nicht nur Liebhaberinnen und Liebhaber, sondern auch Stars wie Tom Hanks oder Amazon-Gründer Jeff Bezos tragen das klassische Stück am Handgelenk. Normalerweise kostet so ein Stück Uhrengeschichte rund 6300 Franken. 

In der Swatch-Version kommt der Zeitmesser aber auch mit einem Swatch-Preis von 250 Franken daher. Passend zum Weltraum-Thema gibt es die Uhr in elf verschiedenen Planetenvariationen und dementsprechenden Farbvarianten. Das Zifferblatt der Moonswatch sieht dem kostspieligen grossen Bruder von Omega sehr ähnlich. Auch der Name des Luxusuhrenkonzerns prangt über dem Swatch-Logo auf der Uhr. Die Moonswatch spricht Uhren-, Weltraum- und Luxusfans zugleich an und führt zu Luxus am Handgelenk – für einen erschwinglichen Preis.

Knapper Vertrieb

Wer sich die Moonswatch unter den Nagel reissen will, braucht nicht nur das nötige Kleingeld, sondern vor allen Dingen Zeit und Nerven. Schon zum Launch der Uhren-Kollaboration von Omega und Swatch standen die Kundinnen und Kunden stundenlang vor den Shops in der Schlange. Der Kauf in einem von Swatchs Läden ist auch neun Monate nach dem Verkaufsstart die einzige Möglichkeit, eine Moonswatch zu ergattern. Mittlerweile sind die Uhren in mehr als 170 Shops weltweit erhältlich, aber nicht online. 

Das Objekt der Begierde vieler Uhrenfans kann nicht online erstanden werden. Links die begehrte Mond-Variante, rechts die Sonnen-Variante.

Das Objekt der Begierde vieler Uhrenfans kann nicht online erstanden werden. Links die begehrte Mond-Variante, rechts die Sonnen-Variante.

Swatch
Auch in Athen stehen die Menschen zum Launch der Moonswatch stundenlang in der Schlange.

Auch in Athen stehen die Menschen zum Launch der Moonswatch stundenlang in der Schlange.

IMAGO/NurPhoto

Die Uhren sind zwar nicht limitiert, dennoch sei die Nachfrage so hoch, dass Swatch seine Produktionskapazitäten laufend erhöhen müsse, wie ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP sagt. «Der weltweite Medienhype um die Moonswatch ist ungebrochen», schreibt Swatch im Halbjahresrapport für das Jahr 2022. «Die Geschäfte erleben einen unglaublichen Ansturm von Kunden aller Altersklassen und Herkünfte.» Die Nachfrage, die täglich in den Märkten steige, übersteige derzeit bei weitem das verfügbare Angebot. 

«Der Hype hat selbst Experten und Expertinnen überrascht», sagt Benjamin Gilgen, Co-Leiter des Studiengangs Brand Leadership an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), zu 20 Minuten. Dank Instagram und Tiktok habe Swatch eine junge Zielgruppe ansprechen können. «Mit etwas Neuem, das so noch nie da war.»

Neu und secondhand beliebt

Nicht nur vor den Swatch Shops sind die Warteschlangen lang. Auch der Secondhandmarkt boomt. Wie Jesse Einhorn, Senior Economist der Wiederverkaufsplattform StockX zu «Lifestyle Asia» sagt, ist die Zusammenarbeit von Swatch und Omega «die am schnellsten verkaufte Uhrenveröffentlichung in der Geschichte von StockX». Als noch nicht klar war, zu welchem Zeitpunkt die nächste Lieferung an Moonswatches erwartet werden könnte, wurden vereinzelte Modelle um bis zu einem Vierfachen des Ladenpreises gehandelt. 

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Auch Monate nach der Veröffentlichung der Kollaboration kosten die Uhrenmodelle auf dem Secondhandmarkt durchs Band mehr als neu aus dem Geschäft. «Die Aktivität, die wir auf StockX gesehen haben, deutet darauf hin, dass es immer noch eine viel grössere Nachfrage als ein entsprechendes Angebot gibt», sagt Wiederverkaufsexperte Jesse Einhorn. Diese Erfahrung machte auch eine Journalistin der «Handelszeitung» auf der Suche nach der Mission-to-the-Moon-Variante der Moonswatch: «Jetzt sind einige Wochen vergangen und ich sitze noch immer auf dem Trockenen. Die Mars hätte ich haben können und die Jupiter schon zweimal.»

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