Analyse: Darum drohen dem HCD diese Saison die Playouts
Aktualisiert

AnalyseDarum drohen dem HCD diese Saison die Playouts

Davos-Trainer Arno Del Curto spricht seit Jahren von den Playouts. Kommt es in dieser Saison tatsächlich zur Premiere?

von
Marcel Allemann
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Ein grosses Talent, aber spielt erstmals im Erwachsenen-Hockey: Der neue HCD-Goalie Joren Van Pottelberghe.

Ein grosses Talent, aber spielt erstmals im Erwachsenen-Hockey: Der neue HCD-Goalie Joren Van Pottelberghe.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Gilles Senn musste sich gegen den SC Bern drei Mal geschlagen geben, ein Gegentor geht auf seine Kappe, drei Mal war er unschuldig.

Gilles Senn musste sich gegen den SC Bern drei Mal geschlagen geben, ein Gegentor geht auf seine Kappe, drei Mal war er unschuldig.

Keystone/Juergen Staiger
Leonardo Genoni war neun Jahre die Lebensversicherung des HC Davos und ist nun zum SC Bern weiter gezogen.

Leonardo Genoni war neun Jahre die Lebensversicherung des HC Davos und ist nun zum SC Bern weiter gezogen.

Keystone/Patrick B. Kraemer

Als einziges NLA-Team war der HC Davos noch nie in den Playouts. Und das, obwohl Kulttrainer Del Curto Jahr für Jahr davor warnt. Vor dem Start in diese Saison tat er es ganz besonders eindringlich.

Tiefstapelei – aber auch latente Gefahr

Einerseits entspricht dies der traditionellen Del-Curto-Tiefstapelei, andererseits weiss der HCD Coach, dass eine latente Gefahr besteht und die nach dem Abgang der Goalie-Lebensversicherung Leonardo Genoni sicher nicht kleiner geworden ist. Denn es trifft fast in jedem Jahr einen Grossen, das mussten auch schon der ZSC, Bern und Lugano erfahren.

Es sind zwar erst fünf Runden gespielt. Und trotzdem lässt sich bereits jetzt sagen, dass der HCD in dieser Saison gefährdet ist, wenn die Spieler nicht umdenken. Die Stürmer gehen gar liederlich mit ihren Chancen um (105 Schüsse für 4 Tore in den letzten 3 Spielen) und die Verteidigung präsentierte sich alles andere als sattelfest. Schwächen dieser Art blieben in den letzten neun Jahren oft unbestraft, weil hinten Genoni hexte und dem Team oft trotzdem eine Chance auf Punkte gab.

Senn/van Pottelberghe brauchen Schutz

Doch nun teilen sich die unerfahrenen Gilles Senn und Joren van Pottelberghe den Goalie-Job. Und eigentlich müsste es in der Anfangsphase der Saison so sein, dass ihre Vorderleute sie schützen und nicht umgekehrt. Am Dienstagabend steht beim derzeit gross auftrumpfenden Kloten die nächste Bewährungsprobe an. Nicht für die jungen Goalies, sondern für die Leader und Nationalspieler im Team.

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