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VerachtzehnfachtDarum explodieren jetzt in der Türkei die Coronazahlen

Zwischen 9. und 26. November haben sich die Coronazahlen in der Türkei verachtzehnfacht. Nun ist auch der Grund dafür bekannt geworden.

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Die Zahl der Corona-Fälle hat sich in der Türkei verachtzehnfacht. 

Die Zahl der Corona-Fälle hat sich in der Türkei verachtzehnfacht.

REUTERS
Der Grund dafür ist: Die Türkei hat ihre Zählweise verändert.

Der Grund dafür ist: Die Türkei hat ihre Zählweise verändert.

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Statt aller positiven Fälle zu registrieren und zu melden, hatte das Land nämlich bisher nur jene Erkrankten gemeldet, die sowohl Symptome hätten, als auch in Krankenhäusern behandelt werden müssen.

Statt aller positiven Fälle zu registrieren und zu melden, hatte das Land nämlich bisher nur jene Erkrankten gemeldet, die sowohl Symptome hätten, als auch in Krankenhäusern behandelt werden müssen.

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Darum gehts

  • Die Türkei meldet am Freitag 29’132 Corona-Neuinfektionen.

  • Vor November bewegten sich die Zahlen auf tiefem Niveau.

  • Der Grund für die Zunahme ist: Die Türkei hat ihre Zählweise verändert.

Noch am 9. November hatte die Türkei mit 1576 Coronafällen überraschend wenige Neuinfektionen bekannt gegeben. Auch seit Mai bewegten sich die Zahlen anders als in den meisten Ländern weltweit auf sehr niedrigem Niveau, meist sogar weit unter 1000 Neuinfektionen pro Tag. Doch seit dem 10. November explodieren die Erkrankungszahlen förmlich, schossen erst über 5000, 10’000 und 20’000 Fälle und hielten am Freitag bei 29’132 Neuinfektionen.

Der Grund dafür ist: Die Türkei hat ihre Zählweise verändert. Statt alle positiven Fälle zu registrieren und zu melden, hatte das Land nämlich bisher nur jene Erkrankten gemeldet, die sowohl Symptome hatten, als auch in Spitälern behandelt werden mussten. Das hatte der Türkei heftige Kritik eingebracht. Nun würden alle positiv getesteten Fälle bekannte gegeben, bestätigte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca.

Coronamassnahmen verschärft

Auch die Türkei hat jüngst ihre Coronamassnahmen verschärft. Seit Freitag herrscht an Wochenenden eine nächtliche Ausgangssperre und Lokale dürfen nur noch Speisen und Getränke zur Abholung oder Lieferung anbieten.

Die Entscheidung der Türkei, nun alle Coronafälle bekannt zu geben, dürfte nicht ganz freiwillig geschehen sein: International hatten viele Länder die Türkei auf Reisewarnungs-Listen gelassen, da die Krankheitszahlen nicht transparent gewesen seien.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(rfi/woz)

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