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Verspätete AnkunftDarum gabs keine Forfait-Niederlage für Biel

Erst das Verkehrschaos um Zürich, dann staut es auf dem Eis: Biel verliert beim ZSC 1:6. Der Spielplan-Leiter will die Clubs auffordern, früher loszufahren.

von
Marcel Allemann

Denn erst um 21.05 Uhr, mit einer Stunde und 20 Minuten Verspätung, wurde der Match angepfiffen. Dies, weil die Bieler auf der Anreise gleich zweimal im Stau stecken geblieben sind. Wegen dem Verkehrschaos um Zürich wurden auch die Partien Kloten–Zug und Thurgau–Martigny verspätet angepfiffen, aber ZSC–Biel sorgte für den Rekord.

«Es gibt kein Reglement, welches besagt, wie spät ein Match noch angepfiffen werden kann», erklärt Spielplan-Leiter Willi Vögtlin gegenüber 20 Minuten, «aber länger als bis 21.15 oder 21.30 Uhr hätten wir wohl kaum gewartet.» Eine Forfait-Niederlage für den verspäteten Club sei in einem solchen Fall kein Thema, «denn es ist höhere Gewalt, die sich ja auch beweisen lässt», so Vögtlin.

E-Mail vom Spielplan-Leiter

Trotzdem will er am Mittwoch aktiv werden und den Vereinen eine E-Mail schreiben: «Ich werde sie auffordern, endlich rechtzeitig loszufahren, denn der Grossraum Zürich und das Verkehrsaufkommen in dieser Region werden immer grösser. Wäre dies in den letzten beiden Runden der Qualifikation geschehen, hätten alle Matches erst um 21.05 beginnen können, da sie zeitgleich starten müssen.» Die Bieler fuhren gemäss Sportchef Martin Steinegger um 16 Uhr los und waren kurz nach 20 Uhr im Hallenstadion.

Gestaut hat es bei ihnen dann auch auf dem Eis. Eine Woche nach dem Nati-Theater um ihren Trainer Kevin Schläpfer zeigten die Seeländer einen erschreckend schwachen Auftritt. Die ZSC Lions konnten schalten und walten wie sie wollten, nahmen aber nach dem 5:1 (30.) vorzeitig den Fuss vom Gas.

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