Aktualisiert 16.04.2019 16:46

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Darum gehören kranke Mitarbeiter nicht ins Büro

Hat sich der Kollege trotz Husten, Schnupfen oder Durchfall ins Büro geschleppt? Das ist aus verschiedenen Gründen eine schlechte Idee.

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Hautschuppen, Ablagerungen und Essenreste bilden den perfekten Nährboden für Keime.

Hautschuppen, Ablagerungen und Essenreste bilden den perfekten Nährboden für Keime.

Stevan Bukvic
Den Wasserhahn fassen alle unmittelbar nach dem Toilettengang an. Bakterien-Alarm!

Den Wasserhahn fassen alle unmittelbar nach dem Toilettengang an. Bakterien-Alarm!

Stevan Bukvic
Schimmelpilze im Wassertank und Fäkalbakterien an Tassen. Kaffeetrinken kann so gefährlich sein.

Schimmelpilze im Wassertank und Fäkalbakterien an Tassen. Kaffeetrinken kann so gefährlich sein.

Stevan Bukvic

Ob aus falschem Ehrgeiz, Angst vor Jobverlust oder übermässigem Zeitdruck – immer mehr Menschen erscheinen auch am Arbeitsplatz, wenn sie krank sind. Präsentismus nennt man dieses Phänomen. Und auch, wenn es vielleicht gut gemeint ist – es entstehen nicht nur Kosten wie etwa durch Produktivitätsverlust oder erhöhte Unfallgefahr.

Vielmehr gefährdet man damit auch die Gesundheit der Arbeitskolleginnen und -kollegen. Denn wo Mensch auf Mensch trifft, da trifft Keim auf Keim. Das gilt auch fürs Büro. Insbesondere Geräte, die man miteinander teilt, sind wahre Brutstätten für Keime.

Und das Problem verschärft sich natürlich, wenn infizierte Mitarbeitende daran herumhantieren. In einer Studie unter der Aufsicht des amerikanischen Mikrobiologen Charles Gerba wurden die dreckigsten Orte im Büro ermittelt.

Tastatur

Hier finden sich unter anderem Hautschuppen, Fettablagerungen und Essensreste. Zwischen den Tasten bilden sie den perfekten Nährboden für Bakterien.

Wasserhahn

Nein, nicht auf der Toilette gibt es die meisten Keime, sondern am Wasserhahn. Warum das so ist, liegt sozusagen auf der Hand: Den Wasserhahn fassen wir ja unmittelbar nach dem Toilettengang an.

Kaffeemaschine

Keime gibt es hier an den Bedienungsknöpfen, die ja jeder, auch der kranke Kollege, immer mal wieder berührt. Dazu kommen Schimmelpilze im Wassertank. Das Wasser wird nämlich meist nicht ausgetauscht, sondern nur nachgefüllt. Die University of Arizona hat in einer Studie nachgewiesen, dass 20 Prozent der Bürokaffeetassen mit Fäkalbakterien befallen sind, 90 Prozent mit anderen Keimen. Der Grund: Statt die Tassen in die Spülmaschine zu stellen, werden sie oft nur kurz abgespült und mit einem bakterienverseuchten Lappen getrocknet.

Headset

Wer viel telefoniert, ist mit einem Headset gut bedient. Dieses sollte man aber besser nicht vom Kollegen ausleihen, denn bereits nach einer Stunde Tragen kann die Anzahl der Bakterien um das Siebenhundertfache ansteigen. Und das direkt im Ohr! Das gilt übrigens auch fürs Telefon, wo sich zusätzlich Speichelreste ansammeln.

Bürotoilette

Angesichts der nachfolgenden Zahlen muss man sich nicht wundern, dass auch die Toilette ein echtes Keimparadies ist: Gemäss einer Untersuchung der Hochschule Heidelberg

verzichten 7 Prozent der männlichen Toilettengänger ganz aufs Händewaschen und fast ein Drittel halten die Hände nur kurz unters Wasser.

Schreibtisch

Am Schreibtisch verbringen wir viele Stunden nicht nur zum Arbeiten, wir nutzen ihn auch als Ablagefläche für die Handtasche, den Kaffeebecher, das Handy oder Akten. Kein Wunder, ist es da dreckig. Richtig eklig wirds, wenn am Pult gegessen wird. Bakterien lieben nämlich die Reste vom Zmittags-Sandwich, die wir auf die Tischplatte und in die Tastatur krümeln.

Kopierer

Werden Geräte wie zum Beispiel Kopierer oder auch Drucker gemeinsam genutzt, häufen sich die Keime an, denn niemand desinfiziert sich die Hände, bevor er auf den Kopierknopf drückt.

Fazit: Wer richtig krank ist, gehört ins Bett, bis er wieder gesund ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Da darf auch mal die Chefin oder der Chef jemanden nach Hause schicken. Wenn es denn gar nicht anders geht und man sich fit genug fühlt, kann man allenfalls im Home Office einiges erledigen.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderung Schweiz erstellt.

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