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RückrundenstartDarum gewinnt Bayern die Salatschüssel

Seit gestern rollt der Ball in der Bundesliga wieder. In den letzten zehn Jahren durfte sich der Wintermeister mehrheitlich auch Ende Saison über den Titel freuen.

von
Herbie Egli
Bayern München kennt sich mit dem Sammeln von Meistertiteln aus. (Bild: Keystone)

Bayern München kennt sich mit dem Sammeln von Meistertiteln aus. (Bild: Keystone)

Als Wintermeister gewinnt man in der deutschen Bundesliga noch nichts. Die Bezeichnung für den Erstplatzierten nach der Vorrunde gibt einem Team aber Selbstvertrauen für die Rückrunde. Man hat in den ersten 17 Spielen einer laufenden Saison nicht viel falsch gemacht. Schaut man die Statistik etwas genauer an, darf der Wintermeister in Deutschland auch vom Titel träumen. Eher düster sieht es für die Mannschaften auf den letzten drei Tabellenplätzen aus.

Bayern München ist mit 22 Titeln deutscher Rekordmeister. Spielt die Truppe von Trainer Jupp Heynckes in der Rückrunde den gleichen oder zumindest ähnlich erfolgreichen Fussball wie in der Vorrunde, kommt Ende Saison der 23. Titel hinzu. Dies belegt zumindest die Statistik der letzten zehn Jahre. Sechsmal durfte sich der Wintermeister Ende Saison über den Titel freuen und die hässlichste Salatschüssel, wie die Meisterschale auch genannt wird, in die Luft stemmen. Bayern schaffte dieses Kunststück viermal (Saison 07/08, 05/06, 04/05 und 02/03). Die anderen beiden Mannschaften hiessen Borussia Dortmund (letzte Saison) und Werder Bremen in der Spielzeit 03/04.

Viermal wurde der Wintermeister von der Spitze noch verdrängt. Bayer Leverkusen schaffte es in den Saisons 09/10 und 01/02 nicht, als Halbzeitführender den Titel zu holen. Vorrunden-Überflieger Hoffenheim erwischte es 08/09 und Werder Bremen in der Saison 06/07.

Das Wunder von Gladbach

Auch ein Blick in die hintere Tabellenregion ist interessant. Seit drei Saisons steigen aus der 1. Bundesliga wieder nur noch zwei Teams direkt ab. Der Drittletzte muss in zwei Relegationsspielen, wie es sie früher schon gab, gegen den Dritten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt oder Abstieg kämpfen. Wer bei Halbzeit der Saison auf den letzten drei Tabellenplätzen lag, stieg mehrheitlich ab. Doch es gab auch wundersame Rettungen.

Letzte Saison konnte sich Borussia Mönchengladbach in extremis im Oberhaus halten. Als Lucien Favre die Mannschaft am 14. Februar 2011 übernahm, lag sie abgeschlagen am Tabellenende. Mit 20 Punkten aus den restlichen zwölf Partien schaffte es Gladbach auf den Relegationsplatz und konnte sich in den beiden Barragespielen gegen Bochum (1:0, 1:1) in der 1. Bundesliga halten. Ein Jahr zuvor schaffte Nürnberg gegen Augsburg den Ligaerhalt. Nur Cottbus zog bei der Wiedereinführung der Relegation in der Saison 08/09 gegen Nürnberg den Kürzeren und stieg doch ab.

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