Aberglaube: Darum gibt es bei dieser Airline keine Reihe 17
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AberglaubeDarum gibt es bei dieser Airline keine Reihe 17

Nicht nur die Zahl 13 wird mit Unglück in Verbindung gebracht. Im Tourismus treibt der Aberglaube kuriose Blüten – von Brasilien bis China.

von
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«Stellst du deine Tasche auf den Boden, verschwindet all dein Geld», sagt man in Spanien. Wer in Italien seinen Regenschirm im Haus aufspannt, bringt die Nonna garantiert zum Ausrasten. Und kreuzt hierzulande eine schwarze Katze von links den Weg, droht Ungemach. Aberglaube gehört in vielen Ländern zum Alltag – und ermöglicht Reisenden dabei so manche kuriose Entdeckung. Besonders bestimmte Zahlen werden im Tourismus gescheut.

Wer etwa mit einer Langstreckenmaschine der Lufthansa fliegt, wird nicht nur die in unserem Kulturkreis – und in Swiss-Maschinen – gemiedene Reihe 13 vergeblich suchen. Auch eine 17. Reihe fehlt in den meisten Jets komplett, wie ein Blick auf Seatguru zeigt. Der Grund: In Italien und Brasilien bringt man die Zahl mit Unglück in Verbindung. Aus demselben Grund gibt es auch auf dem Kreuzfahrtschiff MSC Fantasia kein Deck 17. Verpönt sind die Ziffern aufgrund der römischen Zahl Siebzehn (XVII). Deren Anagramm «VIXI» bedeutet auf Lateinisch «ich habe gelebt» und wird folglich mit «ich bin tot» gleichgesetzt.

Tetraphobie – die Angst vor der Vier

Dagegen erscheint die Erklärung, weshalb viele Hoteliers in den USA die Zimmernummer 420 aus ihren Gebäuden verbannen (20 Minuten berichtete), schon wieder richtig rational: «Four twenty» ist in den Staaten zum Syonym für Cannabis-Konsum geworden. Und wer will seine Gäste schon auf dumme Gedanken bringen?

Aberglaube ist jedoch wiederum dafür verantwortlich, dass man das Zimmer auch in vielen ostasiatischen Ländern nicht finden dürfte. In China zum Beispiel hüpft der Lift oftmals direkt vom dritten in den fünften Stock. Die Zahl vier steht für Unheil und vorzeitiges Ableben. In Hongkongs Hochhäusern werden teilweise gleich sämtliche Etagen von 40 bis 49 übersprungen. Als besonders unheilvolle Zahl gilt in Japan die 42. Ausgesprochen wird sie «shi-ni», was «Tod» bedeutet. Auch wenn die Tetraphobie – also die Angst vor der Zahl vier – in Südkorea weniger stark ausgeprägt sein soll, findet man am Flughafen Seoul Incheon kein Gate 4 oder 44.

Alles Humbug? In einer Erhebung des Reiseportals GoEuro bezeichneten sich 20 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer als «abergläubisch, wenn es ums Reisen geht». Satte 25 Prozent vermeiden Sitzreihen und Plätze mit bestimmten Nummern. Der nächste Freitag, der 13. fällt übrigens auf nächste Woche. Viel Glück!

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