30.07.2020 17:22

Hitzewoche in der Schweiz

Darum ist Basel ein Hitzeloch

Oft ist Basel die heisseste Stadt in der Schweiz, und es werden höhere Temperaturen gemessen als in Lugano. Wieso ist das so? Ein Meteorologe erklärt.

von
Leo Butie
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In Basel werden am Freitag Temperaturen bis zu 36 Grad erwartet. Der absolute Rekord liegt in Basel bei 39 Grad. Dieser Wert wurde 1952 gemessen.

In Basel werden am Freitag Temperaturen bis zu 36 Grad erwartet. Der absolute Rekord liegt in Basel bei 39 Grad. Dieser Wert wurde 1952 gemessen.

Foto: Keystone
Derweil werden in Lugano «nur» 33 Grad erwartet. Wieso ist Basel ein derartiges Hitzeloch?

Derweil werden in Lugano «nur» 33 Grad erwartet. Wieso ist Basel ein derartiges Hitzeloch?

Foto: Keystone
Meteorologe Roger Perret von Meteonews erklärt es mit der Höhenlage der Stadt Basel. Diese liegt im Vergleich zu anderen Schweizer Städten relativ tief mit 260 Meter über Meer.

Meteorologe Roger Perret von Meteonews erklärt es mit der Höhenlage der Stadt Basel. Diese liegt im Vergleich zu anderen Schweizer Städten relativ tief mit 260 Meter über Meer.

Foto: Keystone

Darum gehts

  • In Basel werden am Freitag 36 Grad erwartet.
  • Der bisherige Hitzerekord in Basel liegt bei 39 Grad.
  • Die Stadt am Rhein hat regelmässig sehr hohe Temperaturen im Sommer.
  • Ein Faktor für die Hitze ist die relativ tiefe Lage der Stadt.
  • Ein erneuter Temperaturrekord wird momentan nicht erwartet.

Am Freitag wurden in Basel eine Höchsttemperatur von knapp 37 Grad gemessen. In Lugano waren es hingegen «nur» 33 Grad. In der Stadt am Rhein war es also einmal mehr sogar heisser als in der Sonnenstube der Schweiz. Was sind die Gründe für diese hohen Temperaturen?

«Die Lage der Stadt Basel ist ausschlaggebend», sagt Roger Perret, Meteorologe bei Meteonews. Die Stadt liegt auf ungefähr 260 Meter über Meer und ist somit einiges tiefer als beispielsweise Zürich (410 m ü. M.) oder St. Gallen (670 m ü. M.). «Je tiefer man ist, desto höher können die Temperaturen steigen», erklärt der Meteorologe. Mit 100 Höhenmetern nimmt die Temperatur um ungefähr ein Grad ab. Deshalb ist es in Zürich oft kälter als in Basel, obwohl die Luftmassen in etwa gleich sind.

Die Hitze der Gebäude der Stadt habe keinen Einfluss auf die Messgeräte, sagt Perret. «Die Messstationen werden dort aufgestellt, wo es rundum Grünflächen hat», weiss er. Die Basler Messstation steht in Basel-Binningen.

Bündner Dorf ist Rekordhalter

Auch in der Westschweiz werden sehr hohe Temperaturen gemessen. Spitzenreiter ist dabei Genf, das im Vergleich zum Umland auch tief liegt (370 m ü. M.) und oft Südwestwind hat. In den engen Tälern des Wallis und in Graubünden kann es ebenfalls sehr heiss werden. Der Schweizer Hitzerekord wurde im Hitzesommer von 2003 in Grono GR aufgestellt: Am 11. August 2003 wurden 41,5 Grad gemessen. Zuvor hatte rund 50 Jahre Basel den Rekord inne. Aufgestellt wurde er 1952 mit 39 Grad. Im Hitzesommer 2003 wurde in Basel die Höchsttemperatur von 38,6 Grad gemessen.

Dieses Jahr wird es aber laut dem Meteorologen keinen Ausnahmesommer geben wie im Jahr 2003. «Man wird bis zu zwei Grad an die Rekorde herankommen, aber es werden keine absoluten Rekorde erwartet», so Perret.

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41 Kommentare
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Security

31.07.2020, 18:23

Basel einstampfen , Bevölkerung evakuieren. Geht gar nicht, viel zu gefährlich.

Zum Glück

31.07.2020, 18:01

Unglaublich! Ein stinknormaler Sommer, keine Rekorde, kein Gejammer, keine Panik. Aber dafür haben wir ja Corona, zwei beängstigende Themen wären definitiv zu viel für unsere Gesellschaft.

JosefFingerverbrenner

31.07.2020, 17:44

JA, nur es geht sehr Heuss das ganze Jahr zu jeden Tag zeigen Messerhekden, Raub Spezialisten ihr Können! Auch UNFÄHIGE ihre Xx Millionen Rauswürfe, gäbe das alles nicht, wär Basel fast Steuerfrei!