Aktualisiert 16.10.2015 05:10

«Hidden Gem»

Darum ist Bern besser als alle anderen Städte

Der Schwumm in der Aare, das «köstliche» Brunnenwasser: Die amerikanische Journalistin McDonough erklärt, wieso man Bern gegenüber anderen Städten bevorzugen sollte.

von
aha

«Ist Bern das vollkommen unterschätzte Sandwich-Kind der Schweiz?» fragt sich die US-Amerikanerin Megan Eileen McDonough auf ihrem Blog «Bohemian Trails»Während viele Touristen die Sommersonne in Genf geniessen würden oder im Winter in die Alpen zum Skifahren gehen, «so verschwinde Bern sozusagen von der Bildfläche», schreibt McDonough. In ihrem Internet-Tagebuch nennt sie deshalb mehrere Gründe, wieso Bern doch einen Besuch wert ist.

Der erste Grund, wieso man Bern unbedingt besuchen sollte, sei der öffentliche Verkehr. Die Bloggerin schreibt, dass sie nie erwartet hätte, dass dieser so gut funktionieren würde. Sie lobt auch, dass praktisch alle Sehenswürdigkeiten in der Altstadt zu Fuss erreichbar sind.

Aussicht gratis

Als zweiten Grund nennt McDonough die Aare: Der Schwumm im Fluss bezeichnet sie als «das Beste, was ich in Bern gemacht habe.» Ungeübten Schwimmern empfiehlt sie jedoch die Schwimmbecken im Freibad Marzili.

Begeistert ist die Amerikanerin auch vom «köstlichen Trinkwasser.» In Bern könne man ohne Bedenken aus einem der über hundert Brunnen der Stadt trinken.

Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus, hat dies schon öfters gehört: «Das Trinkwasser frisch von einem unserer vielen Brunnen wirkt sicherlich besonders erfrischend auf unsere Gäste.» Am besten gefällt McDonough der Mosesbrunnen auf dem Münsterplatz, aber auch der berühmte Chindlifresserbrunnen hat es ihr angetan.

Auch die Aussicht auf die Stadt sollte man sich laut der Bloggerin nicht entgehen lassen. Diese könne man von vielen Orten aus und meistens sogar gratis geniessen – zum Beispiel von der Zytglogge, vom Einstein-Museum oder vom Rosengarten aus.

Aufmerksamkeit als Vorteil

Tourismus-Direktor Lergier bezeichnet Bern selber als «hidden gem», einen Geheimtipp bei den Städtereisen. Er sieht es als grosse Herausforderung an, touristisch erfolgreich zu sein und gleichzeitig den Ursprungscharakter, der den Charme der Stadt ausmache, beizubehalten.

Man bemüht sich bei Bern Tourismus, die Stadt medial bekannter zu machen – so wurden heuer bereits 125 Medienreisen für Journalisten aus aller Welt organisiert. «Je mehr positive Medienberichte über Bern erscheinen, desto grösser wird auch der Wunsch der touristischen Gäste, in die Bundesstadt zu reisen.»

Bei aller Schwärmerei, einen Wehrmutstropfen für McDonough gibt es trotzdem: Das teure Essen. «Ist dein Budget knapp, nimm besser ein Picknick mit», rät sie zukünftigen Touristen.

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