Aktualisiert 28.04.2020 07:56

Jugendbarometer

Darum ist die Jugend die Zukunft

Die Corona-Krise und der Klimawandel gehören heuer zu den grössten gesellschaftlichen Herausforderungen. Bei beiden Themen spielt die Jugend eine zentrale Rolle.

von
Stephanie Sigrist
Das Engagement für die Allgemeinheit hat unter Jugendlichen in den letzten Jahren zugenommen.

Das Engagement für die Allgemeinheit hat unter Jugendlichen in den letzten Jahren zugenommen.

Pexels

Während der Corona-Krise sind vor allem junge und gesunde Menschen gefragt, um die Risikogruppe zu schützen. Auch wer vorerst keine Symptome zeigt, kann das Virus in sich tragen und Senioren, chronisch Kranke oder andere gefährdete Personen anstecken. Der Ausbruch von Covid-19 in der Schweiz sorgte im ganzen Land für eine grosse Solidaritätswelle: In jedem Kanton gibt es zahlreiche Hilfsgruppen, deren Mitglieder für Personen aus der Risikogruppe einkaufen, mit dem Hund Gassi gehen oder Botengänge erledigen. Es wurden auch bereits Crowdfunding-Projekte gestartet, um Geld zu sammeln für Kleinstbetriebe, Einzelunternehmer oder Angestellte im Stundenlohn, die durch die Ausgangsbeschränkungen starke finanzielle Einbussen erleiden oder gar ihren Job verloren haben.

Doch nicht erst seit dem Auftreten der ersten Corona-Fälle in der Schweiz ist der Zusammenhalt zwischen Alt und Jung stark. Credit Suisse untersuchte 2018 mittels Jugendbarometer, wie Jugendliche und junge Erwachsene das Verhältnis zwischen Jungen und Senioren empfinden und schrieb zur Situation in der Schweiz: «Die Generationensolidarität scheint weiterhin gegeben».

Schweiz ist stark vom Klimawandel betroffen

Auch die Themen Klimawandel und Umweltschutz müssen zwingend gemeinsam angegangen werden. Die Schweiz ist stark vom Klimawandel betroffen, die Erwärmung seit dem Messbeginn 1864 beträgt hierzulande knapp zwei Grad Celsius und ist damit doppelt so hoch wie im weltweiten Mittel (0,9 Grad Celsius). Am anschaulichsten zeigt sich der Klimawandel in den Bergregionen bei den Gletschern. Seit Mitte der 1980er-Jahre wird im gesamten Alpenraum ein starker Gletscherschwund beobachtet.

Der oben erwähnte Jugendbarometer der Credit Suisse stellte fest, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich vermehrt für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen und beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle übernehmen: «Nachdem die Jugendlichen zu Beginn der 2010er Jahre eher zurückhaltender mit ihrem freiwilligen Engagement wurden, nimmt die Wahrnehmung solcher Aktivitäten als etwas, das auch 'in' sein kann, in den letzten Jahren wieder zu.» Über die untersuchten Länder Schweiz, USA, Singapur und Brasilien gesehen gaben zuvor auch noch nie so viele Befragte an, dass der Einsatz für die Gleichstellung von Mann und Frau oder für die Umwelt angesagt sei.

Tausende Demonstranten für Klima- und Umweltschutz

«Es bleibt aber dabei, dass das Engagement in institutionalisierten Strukturen als weniger attraktiv gewertet wird als ein individualisiertes, punktuelles politisches Engagement», so die Autoren der CS-Studie. Ende 2018 kam die Klimastreikbewegung «Fridays for Future» in die Schweiz, letztes Jahr demonstrierten jeweils Tausende Schüler, Studenten, Lehrlinge und junge Berufstätige in Schweizer Städten für den Klimaschutz.

Eine Massnahme, um den Klimawandel zu verlangsamen und die Umwelt zu schützen, ist die Energiestrategie 2050, in deren Rahmen der durchschnittliche Energieverbrauch in der Schweiz pro Person bis 2035 um 43 Prozent gesenkt werden soll. Mit der Abstimmung zur Energiestrategie 2050 hat sich die Schweiz auf den Weg in eine Energiezukunft gemacht, in der Energie effizienter genutzt und nachhaltiger sowie unabhängiger vom Ausland produziert wird. Mit einfachen Massnahmen wie weniger heiss und weniger lange duschen, Kurzstrecken mit dem Velo statt mit dem Auto zurücklegen oder saisonal einkaufen können Einzelpersonen ihren Energiekonsum reduzieren und die Umwelt schützen. Um grosse Herausforderungen wie das Bewältigen der Corona-Krise oder Umweltschutz anzugehen, müssen wir alle – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Wohnort – an einem Strang ziehen. In den nächsten Monaten gibt es hier Tipps, wie Einzelpersonen und Privathaushalte ihren Energieverbrauch reduzieren und damit zum Schutz der Umwelt beitragen können.

#WIRSINDZUKUNFT

Die nationale Aktion #WIRSINDZUKUNFT wird von namhaften Unternehmen und EnergieSchweiz unterstützt. Sie soll die Schweizer Bevölkerung dazu anregen, den Alltag energieeffizienter zu gestalten und sich aktiv mit den Themen Energie sowie Klimaschutz auseinanderzusetzen. Als Medienpartner begleitet 20 Minuten #WIRSINDZUKUNFT mit Hintergrundberichten, Reportagen und Quiz.

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