Kinostarts Oktober 2022: Darum ist es höchste Zeit für diese queere Rom-Com

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Kinostarts Oktober 2022Darum ist es höchste Zeit für diese queere Rom-Com

Eine Komödie von Billy Eichner, eine Doku über eine Teen-Influencerin – das und mehr gibts diese Woche neu im Kino.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Bros». 

Universal

Darum gehts

«Bros»

Der Podcaster Bobby (Billy Eichner) will das erste Museum für LGBTQ+-Geschichte in New York eröffnen. Dazu hat er sich Aktivist*innen zu jedem Buchstaben (unter anderem gespielt von Eve Lindley und Bowen Yang) ins Team geholt.

Was Bobbys Liebesleben angeht, hat er sich damit abgefunden, dass die grosse Liebe ausgeblieben ist und der 40-Jährige kommt gut alleine klar, bis er auf den Anwalt Aaron (Luke Macfarlane) trifft. Auch dieses Mal wird direkt besprochen, dass daraus nichts Festes werden soll – aber ob das so bleibt?

Die Idee hinter dem Film

«Was passiert, wenn zwei Männer, die stolz darauf sind, tough zu sein – körperlich und emotional – sich ineinander verlieben und lernen müssen, ihre Deckung fallen zu lassen?», sagt Billy Eichner, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, zur «Vogue».

«Ich wollte, dass sich der Film für schwule Männer echt anfühlt, aber auch witzig und für alle im Publikum zugänglich ist.»

«Bros» ist Vorreiter

«Bros» ist die erste schwule Rom-Com, die von einem der grössten Filmunternehmen (Universal) veröffentlicht wurde und somit im Mainstream Einzug erhält.

Der Cast besteht fast ausschliesslich aus Menschen der queeren Community: «Ich bin ein weisser, schwuler cis Mann. Dagegen kann ich nicht viel tun. Gleichzeitig war es mir sehr wichtig, die Besetzung so vielfältig, inklusiv und weitreichend wie möglich zu gestalten», sagt Eichner, der den Film mitproduziert hat, zu «Fast Company».

Was schaust du dir im Kino an?

«Girl Gang»

2018 ist Leonie 14 und auf Instagram folgen ihr eine halbe Million Followerinnen und Follower. Mittlerweile sind es rund dreimal so viele: Unter dem Namen Leoobalys wurde die Teenagerin aus Berlin in den sozialen Medien durch Outfitpics, Schmink- und Tanzvideos ein Star.

Das ist ein Geschäftsmodell: Ihre Eltern haben das Management übernommen, mit der grösseren Reichweite und den höheren Gagen steigt bei der jungen Influencerin allerdings auch der Druck, ständig Inhalte zu produzieren und einen Umgang mit Hasskommentaren zu finden. Auch die Schule soll nicht zu kurz kommen und so werden die Tage bei Leonie immer länger.

Leonie als Idol

Die Regisseurin Susanne Regina Meures hat Leonie für den Dokfilm vier Jahre lang begleitet und zeigt in «Girl Gang», wie der Aufstieg in den sozialen Medien hinter den Kulissen aussieht.

Neben Leonie beleuchtet die Doku auch das Fangirl Melanie: Sie betreibt einen Fan-Account, der sich ganz um ihr Idol Leoobalys dreht.

Der Trailer zu «Girl Gang».

Frenetic

«Rheingold»

Faith Akin bringt die Autobiografie «Xatar – Alles oder Nix» auf die Leinwand: Darin spielt Emilio Sakraya die Rolle des Giwar Hajabi alias Xatar, der es mit Gangster-Rap an die Spitze der Charts geschafft hat.

Der Film erzählt, wie Xatar aus dem Iran nach Deutschland flüchtete, welche Taten ihn ins Gefängnis brachten und wie er hinter Gittern ein Album produzierte, das sein Leben veränderte.

Der Trailer zu «Rheingold».

Warner Bros.

«Cerdita / Piggy»

Carlota Martínez-Peredas Horror-Kurzfilm wird aus der Perspektive von Sara (Laura Galán) erzählt: Sie wird schon ihr Leben lang schikaniert und Piggy genannt. Die Kommentare beziehen sich auf ihren Körper und machen sich über ihr Gewicht lustig.

Im Sommer werden die Beschimpfungen besonders schlimm – bis ein Unbekannter auftaucht und die Bodyshamer plötzlich spurlos verschwinden.

Der Trailer zu «Cerdita / Piggy».

Praesens

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