Islamistische Gruppierung: Darum ist «Lies» in Zürcher Städten weiter aktiv
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Islamistische GruppierungDarum ist «Lies» in Zürcher Städten weiter aktiv

Gegen die Gruppe «Lies» läuft in Deutschland eine Razzia. Auch in Zürich und Winterthur haben ihre Aktivisten Korane verteilt.

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tif/kün
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Razzia gegen Islamisten: Polizisten sichern Beweismaterial nach der Durchsuchung einer Wohnung in Bonn. (15. November 2016)

Razzia gegen Islamisten: Polizisten sichern Beweismaterial nach der Durchsuchung einer Wohnung in Bonn. (15. November 2016)

AFP/Oliver Berg
Schwerpunkte der Polizeieinsätze waren Hessen mit knapp 65 Durchsuchungen sowie Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils fast 35 Polizeiaktionen. Beamte in Pulheim in Nordrhein-Westfalen. (15. November 2016)

Schwerpunkte der Polizeieinsätze waren Hessen mit knapp 65 Durchsuchungen sowie Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils fast 35 Polizeiaktionen. Beamte in Pulheim in Nordrhein-Westfalen. (15. November 2016)

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Der Koran gleich palettenweise: Lagerraum des Vereins «Die wahre Religion» in Pulheim. (15. November 2016)

Der Koran gleich palettenweise: Lagerraum des Vereins «Die wahre Religion» in Pulheim. (15. November 2016)

AFP/Wolfram Kastl

Am Dienstagmorgen haben in Deutschland Razzien gegen die islamistische Gruppierung «Lies» begonnen. Es besteht laut der Sprecherin des Innenministeriums Verdacht, dass der Verein Hassbotschaften verbreitet und verfassungswidrig agiert. Mehrere Menschen, die nach Syrien und in den Irak ausgereist seien, hätten Kontakt mit der Gruppe gehabt.

«Lies» hat auch in der Schweiz mit seinen umstrittenen Gratis-Koran-Verteilaktionen für Schlagzeilen gesorgt. Der Verein ist in allen grösseren Städten aktiv und die Verbindungen zwischen «Lies»-Aktivisten aus Deutschland und der Schweiz sind eng. Die Polizeiaktion scheint sich aber auf Deutschland zu beschränken. Die Kantonspolizei Zürich sagte auf Anfrage des «Tages-Anzeigers», sie sei nicht aktiv geworden, ebenso wenig die Stadtpolizei Winterthur.

Behörden prüften Verbot

Erst im Juni dieses Jahres ist «Lies» in den Fokus gerückt, als bekannt wurde, dass ein 30-jähriger Winterthurer Islamist in Haft ist. Der gebürtige Italiener sei eine zentrale Figur der Schweizer Salafistenszene, habe als Gründer des Schweizer Ablegers von «Lies» fungiert und bei der Radikalisierung muslimischer Jugendlicher eine wichtige Rolle gespielt.

Die Winterthurer Stadtpolizei prüfte aufgrund der Vorfälle ein Verbot der Koran-Verteilaktion. Doch das Verbot kann nicht umgesetzt werden. Gemäss Polizeisprecher Peter Gull gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass an den Aktionen für kriminelle Handlungen geworben oder dazu angestiftet worden ist. Es sind sogar weitere Standaktionen bewilligt worden. Der Zürcher Stadtrat kommt zu einem ähnlichen Schluss: Bei den Verteilaktionen handle es sich nicht um strafrechtlich relevante Handlungen.

Übernommen vom «Tages-Anzeiger», bearbeitet von 20 Minuten.

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