Warum Nasenbohren gefährlich sein kann

Ständig den Finger in die Nase zu stecken kann unangenehme Folgen haben. 

Ständig den Finger in die Nase zu stecken kann unangenehme Folgen haben. 

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Bakterien und VirenDarum kann Nasenbohren gefährlich sein

In einem ungestörten Moment einen Böög aus der Nase holen, ist nicht weiter schlimm. Doch bohrt man ständig in der Nase, kann das Folgen haben.

Michelle de Oliveira
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Michelle de Oliveira

Wahrscheinlich tun wir alle es, manchmal heimlich, manchmal ganz unbewusst und gedankenverloren: Nasenbohren! Erwischt uns jemand dabei, ist uns das meist peinlich, weil es sich einfach nicht schickt. Steckt aber ein Popel in der Nase fest, kann das unangenehm sein, ein Fremdkörpergefühl verursachen und manchmal auch die Atmung erschweren. Also klar, dass der raus muss! Aber kann Nasenbohren eigentlich auch gefährlich sein?

Bohrst du gerne und regelmässig in der Nase?

Unsere Nase verfügt über ein ausgeklügeltes System: Die Nasenschleimhaut erwärmt die eingeatmete Luft auf eine körpergerechte Temperatur von rund 34 Grad. Der Schleim befeuchtet die Luft und fängt gleichzeitig Schmutz und Staub ab, damit diese nicht in die Lunge gelangen. Ist die Nasenschleimhaut jedoch zu wenig feucht, trocknet das Sekret ein und ein Naseböög entsteht. Und der kann eben störend sein.

Bakterien und Viren an den Händen

Tatsächlich können über schmutzige Finger und Fingernägel Bakterien und Viren in den Körper gelangen. Die Keime können die Mikroorganismen, welche die Nasenschleimhaut besiedeln, aus dem Gleichgewicht bringen und so zu Infektionen und Krankheiten führen.

Regelmässiges Händewaschen verhindert, das Keime über die Nasenschleimhaut in den Körper gelangen.

Regelmässiges Händewaschen verhindert, das Keime über die Nasenschleimhaut in den Körper gelangen.

Pexels/Ron Lach

Gesunde Menschen mit einem stabilen Immunsystem müssen sich in der Regel aber keine Sorgen machen deswegen. Die Wahrscheinlichkeit, wegen des Nasenbohrens krank zu werden, ist relativ klein. Dennoch lohnt es sich, vor dem ausgedehnten Nasenbohren die Hände zu waschen, gerade in der Erkältungssaison. Und nach dem Popeln oder Schnäuzen sollte man sich auf jeden Fall die Hände waschen.

Dauerhafte Beschwerden

Wer aber sehr häufig und intensiv in der Nase bohrt, kann dadurch unter Nasenbluten leiden. Meist kommt das Blut vom feinen Adergeflecht, das sich bei der Nasenscheidewand befindet. Im schlimmsten Fall kann sich durch ständiges Nasenbohren sogar die Nasenscheidewand verformen und dadurch die Atmung dauerhaft erschweren.

Damit sich aber gar nicht erst mühsame Nasenbööge bilden, kann man mit einigen Massnahmen vorbeugen. Etwa durch die regelmässige Anwendung von Salzwassersprays, welche die Nasenschleimhaut befeuchten und so verhindern, dass sich harte Popel bilden. Bei sehr trockener Luft können Nasenduschen helfen. Auch eine feuchtigkeitsspendende Salbe am Naseneingang kann der Bildung von Nasenböögen vorbeugen.

Zum Beispiel ein Meerwasserspray kann unangenehmen Nasenböögen vorbeugen.

Zum Beispiel ein Meerwasserspray kann unangenehmen Nasenböögen vorbeugen.

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Und übrigens: Gehörst du zu denen, die nicht nur popeln, sondern sich die Ausbeute auch gerne in den Mund stecken – gefährlich ist das nicht. Manche Forschende glauben sogar, dadurch könnte das Immunsystem gestärkt werden.   

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