Cornets und Pralinato : Darum kosten Glaces jetzt mehr
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Cornets und Pralinato Darum kosten Glaces jetzt mehr

Im Vergleich zum Vorjahr schlagen die Schweizer Detailhändler bei den Glaces auf. Auch Markenprodukte werden teurer.

von
kat
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Glace hat im Sommer Hochkonjunktur, davon profitieren die Detailhändler.

Glace hat im Sommer Hochkonjunktur, davon profitieren die Detailhändler.

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Die Extrême-Cornets von Nestlé kosten bei Denner 20 Rappen mehr als im letzten Sommer.

Die Extrême-Cornets von Nestlé kosten bei Denner 20 Rappen mehr als im letzten Sommer.

Auch für das Pralinato muss 40 Rappen mehr bezahlt werden.

Auch für das Pralinato muss 40 Rappen mehr bezahlt werden.

Glaceschlecken ist in diesem Sommer teurer als letztes Jahr. Die Detailhändler Migros, Coop, Denner und die zur Valora-Gruppe gehörenden Kioske bestätigen dem «Tages-Anzeiger», dass sich gewisse Glacepreise im Einzelverkauf erhöht haben.

Die Migros etwa hat ihre Cornets gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent verteuert: Neu kosten sie 1.95 statt 1.60 Franken. Bei Denner gibt es bei der Markenglace Pralinato von Nestlé eine Preiserhöhung um 40 Rappen auf 2.30 Franken. Auch die Extrême-Cornets kosten beim Discounter 20 Rappen mehr als letzten Sommer. Pro Glace bezahlt man jetzt 3.20 Franken, fast so viel wie am Kiosk.

Coop und Denner geben keine Zahlen bekannt

Offenbar haben viele Kunden, aber auch Detailhandels-Angestellte den Preisanstieg gar nicht mitbekommen. Gesamthaft hat sich bei der Migros die Warengruppe Glace, bestehend aus 175 Artikeln, gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent verteuert, wie es im Bericht weiter heisst.

Denner und Coop geben diese Zahl nicht bekannt. Sie seien nicht zu ermitteln. Doch fand der Preisanstieg auch bei Coop statt: Der Detailhändler hat die Nestlé-Markenprodukte Pralinato und Extrême um 10 respektive 15 Rappen verteuert. Bei den Kiosken betragen die Aufschläge «maximal 10 Rappen». Dies wären je nach Glace 3 bis 4 Prozent mehr als letztes Jahr.

«Eine Frage der Preispsychologie»

Als Begründung für die Preiserhöhung werden bei den Detailhändlern höhere Rohstoffpreise von Milch und Vanille genannt, die Migros nennt ausserdem höhere Betriebskosten. Denner sagt in Bezug auf die Markenprodukte, dass der Hersteller massiv aufgeschlagen habe.

«Die Detailhändler ziehen es vor, die Preise in kleinen Schritten zu erhöhen. So sind sie einfacher zu verkraften», sagt der Detailhandelsprofessor Thomas Rudolph von der Universität St. Gallen zum «Tages-Anzeiger». Dies sei «eine Frage der Preispsychologie».

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