Quartalszahlen - Darum profitiert Snapchat von den Impfungen gegen das Coronavirus
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QuartalszahlenDarum profitiert Snapchat von den Impfungen gegen das Coronavirus

Snapchat hat rund 280 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, welche die App täglich nutzen. Das Unternehmen profitiert von den Impfungen gegen das Coronavirus und der zunehmenden Normalisierung des Lebens.

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Snapchat verzeichnete im März wieder mehr neue Freundschaften und einen verstärkten Nachrichtenaustausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern.

Snapchat verzeichnete im März wieder mehr neue Freundschaften und einen verstärkten Nachrichtenaustausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Snapchat profitiert von der Normalisierung des Lebens durch die Corona-Impfungen.

  • Das Unternehmen wirtschaftet allerdings immer noch nicht profitabel.

  • Erstmals nutzen mehr Android- als iPhone-Nutzer Snapchat.

Daten der Foto-App Snapchat zeigen mit der fortschreitenden Corona-Impfkampagne in den USA eine schrittweise Rückkehr zum normalen Alltag. «Wir sehen, dass die Leute wieder mehr ausgehen und Freunde treffen, oder zu Arbeit und Lernen zurückkehren», sagte Gründer und Chef Evan Spiegel bei der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen. Snapchat hofft nun, das hohe Wachstum in der Pandemie-Zeit noch zu beschleunigen.

Snapchat verzeichnete im März wieder mehr neue Freundschaften und Nachrichtenaustausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern. Derzeit öffnen die 280 Millionen täglichen Nutzer die App im Schnitt 30 Mal pro Tag – und jedes Mal ist eine Gelegenheit für Anzeigenkunden, ihnen Werbung zu präsentieren.

Corona verändert Gewohnheiten

In den USA normalisiert sich das Leben wieder zunehmend. Das Land mit 330 Millionen Einwohnern verabreichte in den ersten drei Monaten der Amtszeit von Präsident Joe Biden rund 200 Millionen Corona-Impfungen. Laut US-Präsident Joe Biden ist rund die Hälfte der Erwachsenen in den USA geimpft.

Die Snapchat-Macher glauben, dass Corona-Gewohnheiten wie Online-Shopping auch nach dem Ende der Pandemie eine grössere Rolle als zuvor spielen werden. Sie setzten in der Krise massiv auf sogenannte erweiterte Realität, bei der auf dem Display digitale Objekte in die reale Umgebung eingefügt werden. Daraus entstanden nicht nur Spass-Anwendungen, sondern auch Geschäftsmodelle. Etwa die Möglichkeit, Mode oder Kosmetik virtuell auszuprobieren.

Android überholt iPhone

Die Rechnung ging auf: Der Quartalsumsatz sprang im Jahresvergleich um rund zwei Drittel auf 769.6 Millionen Dollar (705.4 Millionen Franken) hoch, wie die Betreiberfirma Snap mitteilte. Für das laufende Vierteljahr rechnet Snap mit einem Umsatzanstieg zwischen 80 und 85 Prozent und 290 Millionen Nutzern täglich. Der Verlust sank von rund 306 Millionen Dollar vor einem Jahr auf knapp 287 Millionen Dollar.

Die Zahl täglich aktiver Nutzer stieg im vergangenen Quartal um 15 Millionen auf 280 Millionen. Davon kommen 93 Millionen aus dem Heimatmarkt USA und 77 Millionen aus Europa. Dabei waren Nutzer von Android-Smartphones erstmals in der Mehrzahl bei Snapchat. Das Google-Betriebssystem dominiert zwar im Markt mit einem Anteil von mehr als 80 Prozent. Doch Snapchat wurde lange von technischen Problemen bei der Android-App zurückgehalten, so dass iPhone-Nutzer die Mehrheit stellten.

Snapchat wurde ursprünglich mit von alleine verschwindenden Fotos bekannt. Inzwischen versucht sich die App unter anderem auch als Plattform für Medieninhalte.

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(DPA/mur)

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