18.06.2020 16:13

Neu im Kino

Diese Komödie kommt beinahe ohne Worte aus

In «It Must Be Heaven» tritt Regisseur Elia Suleiman als schweigender Protagonist auf, eine Familie wird bei ihren Ferien in den Bergen von einer bösartigen Kraft heimgesucht – und weitere Filme, die neu im Kino oder als Video on Demand laufen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «It Must Be Heaven».

FIlmcoopi

Darum gehts

  • Ein palästinensischer Regisseur spielt sich in seinem neuen Werk selbst und bleibt dabei meist stumm.
  • Basierend auf einem deutschen Roman werden Ferien in den Bergen zum Horrortrip.
  • Als ein Autor entführt wird, merkt er, dass seine Kidnapper keinen Schimmer davon haben, was sie tun.
  • Ein Brandstifter wird aus dem Gefängnis entlassen und kehrt zurück in sein Heimatdorf.

«It Must Be Heaven»

In «It Must Be Heaven» spielt Elia Suleiman selbst die Hauptrolle: Er lebt allein in einem grossen Haus in Nazareth und im Garten steht ein Zitronenbaum – sein Nachbar stutzt den Baum unaufgefordert und klaut dabei auch die Früchte.

Suleiman will weg von Nazareth und verreisen, um seinen neuen Film anzupreisen: Bei diesem Projekt handelt es sich um genau jenen Streifen, den sich das Publikum gerade ansieht.

Der Hauptdarsteller bleibt meistens still


Er streift durch Paris, findet dort jedoch niemanden, der seinen Film produzieren will, und in New York wird er über einen Freund einem amerikanischen Produzenten vorgestellt. Auf seiner Reise durch die Metropolen muss Elia merken, dass er seine Heimat Palästina überall wiederfindet.


In der Komödie verzichtet Suleiman grösstenteils auf Dialoge – der Hauptdarsteller wechselt nur ein paar Worte mit einem Taxifahrer: «Ich reize lieber das Potenzial des Kinos an sich aus. Das bedeutet, eine Geschichte in Bildern zu erzählen», so der 59-Jährige gegenüber Arte.

Auf der Suche nach einer Heimat


Die Frage nach Zugehörigkeit und dem Gefühl von Heimat zieht sich durch den Film. Suleiman selbst fühle sich keinem Land zugehörig, finde es aber schön, die neue Generation von Palästinensern zu sehen.

«Sie haben sich eine eigene Identität bewahrt. Mit positiver Energie, einem Verständnis für Tradition und viel Hoffnung», erklärt Suleiman. Das alles habe er im Film veranschaulichen wollen.

«You Should Have Left»

Geheimniskrämerei, Eifersucht, eine dunkle Vergangenheit: Die Horror-Filmschmiede Blumhouse verfilmt den Roman «Du hättest gehen sollen» des deutschen Autors Daniel Kehlmann.

Die Ehe von Drehbuchautor Theo (Kevin Bacon) und Schauspielerin Susanna (Amanda Seyfried) liegt in Trümmern – um ihre Beziehung zu retten, buchen sie mit ihrer sechsjährigen Tochter Ella (Avery Essex) einen Aufenthalt in einem abgelegenen Ferienhaus in den Alpen.


Eine folgenschwere Entscheidung

Dort bringen Schreibblockaden Theo zur Weissglut und er beobachtet unerklärliche Schattenspiele an der Wand, die ihn an übernatürliche Kräfte erinnern – nichtsdestotrotz bleibt die Familie.

«Ihr hättet gehen sollen, als ihr noch konntet. Nun ist es zu spät» schallt es durch das Haus. Da ist etwas Bösartiges, das sie nicht gehen lässt, und so trifft die Familie auf geheime Räume und gruslige Nachrichten, während sie zu entkommen versucht.

«You Should Have Left» ist ab dem 19. Juni als Video on Demand verfügbar.

Der Trailer zu «You Should Have Left».

Universal

«L’Enlèvement de Michel Houellebecq»

Die Komödie zeigt humorvoll, was im Herbst 2011 mit Michel Houellebecq möglicherweise geschah, als er bei seiner Lesereise wochenlang wie vom Erdboden verschluckt schien.

Der Autor spielt sich selbst und wird von drei Männern in ein abgelegenes Haus entführt. Dort merkt Michel, dass seine Entführer keinen Schimmer haben, wer das Lösegeld bezahlen könnte und im Kidnapping gänzlich unerfahren sind.

Der Trailer zu «L’Enlèvement de Michel Houellebecq».

Prosa Film

«O Que Arde»

Nach zwei Jahren wird der verurteilte Brandstifter Amador (Amador Arias) aus dem Gefängnis entlassen, doch der Eigenbrötler wird von niemandem erwartet.

Er kehrt zurück in sein Elternhaus in den Bergen Galiciens und lebt wieder zusammen mit seiner Mutter Benedicta (Benedicta Sánchez) und drei Kühen. Niemand scheint sich um ihn zu scheren, bis eines Tages ein neues Feuer in der Region ausbricht.

Der Trailer zu «O Que Arde».

First Hand

Woche 24

Matthew McConaughey in «The Gentlemen».

Matthew McConaughey in «The Gentlemen».

Ascot Elite

Schweizer Kino-Top-5

1. «The Gentlemen»

2. «Nightlife»

3. «Richard Jewell»

4. «Trolls World Tour»

5. «Onward»

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