18.01.2019 13:16

Axpo, Swisscom, SAPDarum setzen so viele Firmen auf Meditation

Zahlreiche Schweizer Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter zum Meditieren anregen. Das steckt dahinter.

von
vay
1 / 8
Firmen wie SAP, Axpo, Swisscom oder Google wollen ihre Mitarbeiter mit Meditationslektionen gesünder und stressresistenter machen.

Firmen wie SAP, Axpo, Swisscom oder Google wollen ihre Mitarbeiter mit Meditationslektionen gesünder und stressresistenter machen.

20 Minuten/SAP, Stephen lam
Google gilt hier als Vorreiter: Die Firma aus dem Silicon Valley war eine der ersten, die das mentale Training in die Schweizer Geschäftswelt brachte. Auf Anfrage heisst es: «Google bietet für Mitarbeitende zahlreiche Kurse unter anderem auch zu Themen wie bewusstem Arbeiten an.»

Google gilt hier als Vorreiter: Die Firma aus dem Silicon Valley war eine der ersten, die das mentale Training in die Schweizer Geschäftswelt brachte. Auf Anfrage heisst es: «Google bietet für Mitarbeitende zahlreiche Kurse unter anderem auch zu Themen wie bewusstem Arbeiten an.»

Mitarbeitern in Zürich stehen Meditationskurse und ein Meditationsraum zur Verfügung. Google betont, dass es keine Pflicht sei, an den Kursen teilzunehmen.

Mitarbeitern in Zürich stehen Meditationskurse und ein Meditationsraum zur Verfügung. Google betont, dass es keine Pflicht sei, an den Kursen teilzunehmen.

Einamten, ausatmen und sonst gar nichts tun: Firmen wie die Axpo, Swisscom oder Google wollen ihre Mitarbeiter mit Meditationslektionen genau dazu motivieren. Was steckt hinter dem Meditationstrend?

Google gilt hier als Vorreiter: Die Firma aus dem Silicon Valley war eine der ersten, die das mentale Training in die Schweizer Geschäftswelt brachte. Auf Anfrage heisst es: «Google bietet für Mitarbeitende zahlreiche Kurse unter anderem auch zu Themen wie bewusstem Arbeiten an.» Mitarbeitern in Zürich stehen Meditationskurse und ein Meditationsraum zur Verfügung. Google betont, dass es keine Pflicht sei, an den Kursen teilzunehmen.

Stresslevel senken und Wohlbefinden steigern

Beim Energiedienstleister Axpo verweist man darauf, dass die Meditation die Führungskräfte unterstütze und das Stresslevel der Mitarbeiter senken soll: «Bei Axpo werden achtsamkeitsbasierte Ansätze und Kurse zum Stressmanagement und als Unterstützung von Führungskräften eingesetzt», sagt man auf Anfrage.

Auch bei der Softwarefirma SAP, der Versicherung Helsana und dem Telekomanbieter Swisscom sagt man auf Anfrage, dass man das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern wolle und deren Gesundheit fördern.

Krankschreibungen haben zugenommen

Was erst mal gut klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Die Zahl der Krankschreibungen von Schweizer Angestellten wegen psychischer Krankheiten haben laut einer Swica-Auswertung von 2012 bis 2017 um 35 Prozent zugenommen. Unternehmen tuen laut Experten gut daran, dafür zu sorgen, dass sie ihre Mitarbeiter mental stärken.

Dies bestätigt auch Philipp Schmid, Meditationsleiter und Co-Gründer des Meditationsstudios Now Meditation in Zürich: «Ein Grund für den Meditationstrend im Büro ist sicher, Krankheiten wie Burn-out vorzubeugen, die im Zusammenhang mit dem technologischen Fortschritt und der gesteigerten Geschwindigkeit im Alltag entstehen können.»

Was ist Meditation?

Laut Meditationsleiter Philipp Schmid von NOW Meditation gibt es viele verschiedene Meditationstechniken. Im Businessbereich sieht der Ablauf meist wie folgt aus: In einem ersten Schritt versucht man sich Gedanken und Emotionen bewusst zu werden. In einem zweiten lernt man sie zu kontrollieren. In einem dritten Schritt lernt man bewusst gewisse Gedanken und Emotionen zu kultivieren. Mitarbeiter lernen so laut Schmid ihr Gedankenkarussell zu bremsen und den Geist zu beruhigen. Dadurch werde die eigene Entspannung, Selbstkompetenz, das Bewusstsein und die emotionale Intelligenz gefördert.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.