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BaselDarum sind diese Mülltonnen randvoll mit Popcorn

Ein Leser ist am Donnerstag hinter dem Pathé-Küchlin-Kino in Basel auf drei randvolle Müllcontainer gestossen. Der Inhalt? Popcorn. Bereits vorgefertigt. Der Mann fragt sich, wieso es im Abfall landete.

von
Manuela Humbel
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Ein Leser ist am Donnerstagnachmittag auf drei solche Müllcontainer gestossen.

Ein Leser ist am Donnerstagnachmittag auf drei solche Müllcontainer gestossen.

Foto: Leser-Reporter
Er fragt sich, wieso das Popcorn entsorgt wurde und ärgert sich über Food-Waste.

Er fragt sich, wieso das Popcorn entsorgt wurde und ärgert sich über Food-Waste.

Leser-Reporter
«Das hätte man doch verschenken statt wegschmeissen können», sagt er.

«Das hätte man doch verschenken statt wegschmeissen können», sagt er.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Ein Leser ist auf drei Abfallcontainer gestossen, die voll mit Popcorn waren.
  • Er fragt sich, wieso das Popcorn entsorgt wurde, und beklagt Food-Waste.
  • Seitens des Kinos heisst es, ein Grossteil des Popcorns sei wegen der Corona-Krise verschenkt worden.
  • Nur rund 20 Prozent hätten entsorgt werden müssen.

«Das hätte man doch verschenken können», so ein Leser, der Fotos von bis oben mit Popcorn gefüllten Müllcontainern an 20 Minuten sendete. «Und es stehen sogar drei davon herum», so der 22-Jährige. «Hier wurden Unmengen an Popcorn weggeworfen. Es wäre interessant zu wissen, wieso das gemacht worden ist.»

Entdeckt hat der junge Mann das weggeworfene Popcorn am Donnerstagnachmittag hinter dem Pathé-Küchlin-Kino in Basel. «Food-Waste spielt dort, wie es aussieht, wohl nicht so eine grosse Rolle», ärgert er sich. Der Leser vermutet, dass das Popcorn aufgrund der Corona-Krise und der ausbleibenden Besucher weggeschmissen wurde. «Wahrscheinlich war es nicht mehr haltbar. Aber man hätte doch wissen können, wann die Snacks ablaufen werden und hätte sie stattdessen ein paar Tage davor verschenken können», meint er.

«Eine grosse Menge des Popcorns haben wir verschenkt»

Giulia Griffin, Mediensprecherin der Pathé-Kinos in der Schweiz, bestätigt auf Anfrage, dass das Popcorn aufgrund der Corona-Krise entsorgt werden musste. Doch in den Abfallcontainern befindet sich nicht mal die Hälfte des unverzehrten Popcorns, wie sie sagt. «Tatsächlich haben wir eine grosse Menge davon verschenkt. Ein Teil ging an das Sommerfest der Uni Basel, ein anderer an das «Da-Sein-Projekt» der Elisabethenkirche, und wiederum ein anderer an die Schweizer Tafel. 80 bis 85 Prozent unseres Popcorns wurde verschenkt.» Der Rest, den der Leser vorgefunden habe, sei angebraucht und weit über dem Verkaufsdatum gewesen, so Griffin.

«Aufgrund des Lockdown sind unsere Mitarbeiter erst seit kurzem wieder im Kino, deswegen konnten wir die Snacks in unserem Lager in dieser Zeit nicht nach den Ablaufdaten überprüfen. In diesem Zeitfenster ist das Popcorn wahrscheinlich abgelaufen», erklärt Griffin. Die Müllcontainer seien am Donnerstagnachmittag draussen gestanden, da sie am Abend dann für die Entsorgung abgeholt worden seien. «Normalerweise sind die Container nicht für jeden einsehbar und sie waren eigentlich auch nicht so voll», so Griffin.

Wie Aufbackbrötchen

Doch warum war das Popcorn trotz Schliessung der Kinos trotzdem schon fertig gepoppt? «Auch wenn das Popcorn schon aufgepoppt ist, ist es, wenn es bei uns ankommt, noch nicht ganz fertig», erklärt Griffin. «Man muss sich das wie bei Aufbackbrötchen vorstellen. Erst wenn es im Kino unter dem Wärmestrahler ist, ist sein Geschmack vollendet.» Das Popcorn werde im Voraus aufgepoppt, da es im Kino in Basel nicht genug Platz für eine Gastroküche habe.

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86 Kommentare
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bovino

05.06.2020, 21:09

an alle die Pokorn zu gealzen oder zu gezuckert halten für die Tier, das ist kein Problem. Den Kühen, Rindern gibt man Salzsteine um darn rum zu lecken, damit sie gnügend Salz erhalten. Die Schweine lieben Zucker als wenn wir Menschen daran nicht veralzen odet verzuckern ist das im Masse auch für die Tiere eine abwechdlungsreiche Ernährung

cocolina

05.06.2020, 21:08

Zoofutter hätte man daraus machen können.

Sauerei

05.06.2020, 21:03

Das hätte man doch verschenken können. #firstworldfoodwaste