«Wie eine biblische Plage»: Darum sind gerade so viele Marienkäfer unterwegs

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«Wie eine biblische Plage»Darum sind gerade so viele Marienkäfer unterwegs

Hunderte Marienkäfer waren die letzten Tage in der Nähe menschlicher Behausungen unterwegs. Was bedeutet das Verhalten der Insekten? Ein Experte erklärt.

von
Céline Krapf

Darum gehts

  • In den vergangenen Tagen wurden mehrfach Ansammlungen von Marienkäfern gesichtet.

  • Die Insekten suchen ein Winterquartier in den Nischen menschlicher Behausungen.

«Es war wie eine biblische Plage, einfach beschränkt auf zehn Quadratmeter», sagt Leser J.B. aus St.Gallen. «Wir waren am Spazieren, als plötzlich hunderte Marienkäfer herumflogen.» Er ist nicht der Einzige, die sich über die tierische Invasion der letzten zwei Tage wundert. Auf Social Media zeigen viele Posts eine seltsame Ansammlung der Tiere.

Und auch in Zürich sorgten die Insekten für Furore: «Die Marienkäfer krabbelten überall herum – an der Balkondecke, auf dem Vorhang, und auch in der Luft surrte es», sagt Leserin A.S. aus Zürich. «Es waren wirklich, wirklich viele.» Die Kinder hätten sich enorm über die vielen Marienkäfer gefreut, sagt A.S. «Es war ein ganz spezielles Erlebnis – so etwas hatte ich noch nie gesehen.» Nur stellte sich die Familie dann die Frage: Was soll das Ganze?

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Auch ein Leser aus St. Gallen machte Bekanntschaft mit den Insekten: Nach einer Wanderung war die Frau voller Marienkäfer.

Auch ein Leser aus St. Gallen machte Bekanntschaft mit den Insekten: Nach einer Wanderung war die Frau voller Marienkäfer.

zvg
Der Vorhang sei voll gewesen mit Marienkäfern, sagt Leserin A.S.

Der Vorhang sei voll gewesen mit Marienkäfern, sagt Leserin A.S.

zvg
«So etwas hatte ich noch nie gesehen», sagt S. zu den vielen Marienkäfern.

«So etwas hatte ich noch nie gesehen», sagt S. zu den vielen Marienkäfern.

zvg

«Die warmen Tage neigen sich dem Ende zu und die Marienkäfer suchen sich ein Winterquartier», sagt Oliver Martin vom Departement für Biologie an der ETH. «Die Insekten treten teilweise schwarmweise auf und versammeln sich an Mauern und Fenstern.» Dort suchten sie in den Behausungen der Menschen nach Löchern und Spalten.

Das Verhalten sei völlig normal: «Das Phänomen wiederholt sich jedes Jahr» Angst vor einer Invasion müsse man deshalb keine haben.

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