Gute Gründe: Darum sind Smartphones nichts für kleine Kinder
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Gute GründeDarum sind Smartphones nichts für kleine Kinder

Im Auto, Wartezimmer oder Café: Mussten Kinder sich früher mit sich selbst beschäftigen, übernehmen das heute Tablets und Konsorten für sie – mit gravierenden Folgen.

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Mit elektronischen Geräten wie Smartphones lassen sich Kinder schnell und einfach beschäftigen. Doch der technische Babysitter hat schwerwiegende Nebenwirkungen.

Mit elektronischen Geräten wie Smartphones lassen sich Kinder schnell und einfach beschäftigen. Doch der technische Babysitter hat schwerwiegende Nebenwirkungen.

Keystone/Gaetan Bally
Zwischen null und zwei Jahren wächst das Gehirn von Kindern um das Dreifache, wobei die Entwicklung vor allem durch Impulse aus der Umwelt beeinflusst und vorangetrieben wird. Sind Kinder jedoch nur auf die Technik fixiert, kann es zu Aufmerksamkeitsdefiziten, kognitiven Verzögerungen, verminderter Lernfähigkeit, wachsender Impulsivität und sinkender Fähigkeit zur Selbstregulation führen.

Zwischen null und zwei Jahren wächst das Gehirn von Kindern um das Dreifache, wobei die Entwicklung vor allem durch Impulse aus der Umwelt beeinflusst und vorangetrieben wird. Sind Kinder jedoch nur auf die Technik fixiert, kann es zu Aufmerksamkeitsdefiziten, kognitiven Verzögerungen, verminderter Lernfähigkeit, wachsender Impulsivität und sinkender Fähigkeit zur Selbstregulation führen.

Keystone/Martin Ruetschi
Wer sich viel mit technischen Geräten beschäftigt, bewegt sich wenig. Das kann auch dazu führen, dass sich die Entwicklung verzögert. Denn Bewegung verbessert nachweislich die Konzentration und die Lernfähigkeit. In den USA ist beim Schulbeginn bei einem von drei Kindern die Lesefähigkeit eingeschränkt.

Wer sich viel mit technischen Geräten beschäftigt, bewegt sich wenig. Das kann auch dazu führen, dass sich die Entwicklung verzögert. Denn Bewegung verbessert nachweislich die Konzentration und die Lernfähigkeit. In den USA ist beim Schulbeginn bei einem von drei Kindern die Lesefähigkeit eingeschränkt.

Keystone/Christian Beutler

Dort wo Kinder früher mit Bauklötzen, Spielfiguren und kleinen Autos für Unordnung und Chaos sorgten, ist es heute verdächtig aufgeräumt und still. Kein Wunder, schliesslich haben selbst in Kinderzimmern und öffentlichen Spielecken elektronische Geräte längst Einzug erhalten.

Dass sie praktisch sind, steht ausser Frage. Gleichzeitig sind sie aber auch alles andere als unbedenklich, wie US-Ergotherapeutin Cris Rowan auf Huffingtonpost.com berichtet. Sie fordert sogar, den Gebrauch von mobilen Geräten bei Kindern unter 12 Jahren ganz zu verbieten.

Mehrere Experten, eine Meinung

Damit stösst sie ins gleiche Horn wie unter anderem die «American Academy of Pediatrics», die der Meinung ist, dass Kinder von null bis zwei Jahren keinen Zugang zu jeglicher Technologie haben sollten, jene von drei bis fünf Jahren maximal eine Stunde und die zwischen sechs bis 18 Jahren höchstens zwei Stunden pro Tag.

Wer trotz dieser Forderungen noch immer überlegt, seinem Nachwuchs ein Smartphone, Tablet oder ein anderes technisches Gerät zu kaufen, sollte einen Blick in die Bildstrecke werfen. Dort gibt es Rowans Argumente zum Nachlesen.

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