Grosser Pasta-Guide - Welche Pasta passt zu welcher Sauce?
Ein schöner Teller Spaghetti ist gut für Körper und Seele. Aber mit Tomatensauce? Lieber nicht.

Ein schöner Teller Spaghetti ist gut für Körper und Seele. Aber mit Tomatensauce? Lieber nicht.

Pexels/Polina Tankilevitch
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Grosser Pasta-GuideDarum sind Spaghetti und Tomatensauce eine schlechte Kombi

Pasta ist mehr als Comfort-Food – sie ist Wissenschaft und Religion zugleich. Darum ist die Kombination von Sauce und Pasta wirklich wichtig. Wir zeigen, wies geht.

von
Lucien Esseiva

Kürzlich haben wir euch von Dan Pashman erzählt. Der US-Journalist forschte drei Jahre lang, um die perfekte Pastaform zu entwickeln. Seiner Ansicht nach hat er sie gefunden und präsentiert mit Cascatelli nun eine Pasta, die alles können soll. Nämlich:

  1. Forkability Die Pasta hat extra viele Punkte, wo man ideal mit der Gabel hineinstechen kann.

  2. Saucability An den geschwungenen Rändern im Inneren der halben Röhre soll besonders viel Sauce haften bleiben.

  3. Toothsinkability Die Form, die ein bisschen an einen aufgeschnittenen Reifen erinnert, sorgt für ein besonders gutes Beissgefühl, findet zumindest der Erfinder.

In Italien, aber auch hierzulande, beäugt man so eine multifunktionale Pasta kritisch. Denn nicht umsonst wurden über die Zeit hunderte Pastasorten – für jede Anwendung und Sauce eine eigene – entwickelt. Und es ist doch wie in vielen anderen Bereichen auch: Dinge, die vieles können, können oft nur wenig richtig gut. Darum greift man besser zur idealen Form.

Spaghetti

Spaghetti sind unumstritten der Pasta-Klassiker. 

Spaghetti sind unumstritten der Pasta-Klassiker.

Unsplash/Emanuel Ekström

Wer denkt, jede Sauce passt zu Spaghetti, irrt. Der Klassiker – Spaghetti mit Tomatensauce – zum Beispiel funktioniert nicht wirklich gut. Der Grund ist einfach: Die Tomatensauce kann an den dünnen und glatten Spaghetti kaum haften und bleibt darum vor allem im Teller liegen. Besser geeignet zu Spaghetti ist darum dickes Pesto oder Carbonara.

Tagliatelle, Fettucine und Papardelle

Das Wort Fettuccine leietet sich von Fettuccia ab und bedeutet übersetzt kleines Band.

Das Wort Fettuccine leietet sich von Fettuccia ab und bedeutet übersetzt kleines Band.

Unsplash/Augustine Fou

In Italien wird Ragù alla bolognese traditionellerweise mit Tagliatelle serviert. Das ergibt auch Sinn, weil die Nudeln breiter sind und die Sauce auf der rauen Oberfläche gut haften kann. Lange, flache Pasta, wie Fettuccine oder Pappardelle eignet sich hervorragend für cremige Saucen, wie Uovo e Formaggio, eine schlichte Tomatensauce oder als Beilage zu saucigen Fleischgerichten.

Rigatoni, Penne, Paccheri

Es ist eine logische Gleichung: Je grösser die Öffnung, desto mehr Sauce passt rein. 

Es ist eine logische Gleichung: Je grösser die Öffnung, desto mehr Sauce passt rein.

Unsplash/MadMax Chef

Röhrennudeln, oder auf italienisch Rigatoni, sind in der Lage, eine grosse Menge Sauce, aber auch Fleisch- oder Gemüsestücke aufzunehmen. Soll es etwas weniger sein, nimmt man Penne mit einem kleineren Durchmesser, bei ganz viel Hunger Paccheri mit der grössten Röhre.

Fusilli, Campanelle, Farfalle

Gedrehte Pasta sind die besten Freunde von Saucen. 

Gedrehte Pasta sind die besten Freunde von Saucen.

Unsplash/ Erol Ahmed

An keiner Pastaform haftet Sauce so gut wie an den gedrehten Sorten. Die Spiralen vergrössern die Oberflache, so kommt man bei jedem Bissen in den Genuss von schön sauciger Pasta. Tipp: Ist dein Sugo trotzdem zu flüssig, kannst du ihn mit etwas Parmesan gut binden. Das funktioniert natürlich bei allen Formen.

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