Krankmachende Mode: Darum sollten Sie keine Streifen-Muster tragen
Aktualisiert

Krankmachende ModeDarum sollten Sie keine Streifen-Muster tragen

Streifen auf Pullis und Shirts sind allgegenwärtig – und sie können krank machen. Deshalb sollte man bei Unwohlsein in den Wald gehen, wie Mediziner empfehlen.

von
oli
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Mode mit Streifenmuster ist derzeit im Trend: Ein Model an der Fashion Week in Mailand.

Mode mit Streifenmuster ist derzeit im Trend: Ein Model an der Fashion Week in Mailand.

Keystone/Antonio Calanni
Auch 1969 waren Streifen in: Die Schauspielerin Brigitte Bardot in einer Szene im Film «Les Femmes» von Jean Aurel. (19. April 1969)

Auch 1969 waren Streifen in: Die Schauspielerin Brigitte Bardot in einer Szene im Film «Les Femmes» von Jean Aurel. (19. April 1969)

Keystone
Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Betrachten von gestreiften Mustern Kopfschmerzen auslösen kann. Auch in der Sommer-Kollektion von Dolce & Gabbana kommen sie vor: Der italienische Modedesigner Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce (Mitte) begrüssen die Schauspielerin Demi Moore in Mailand. (5. Oktober 1997)

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Betrachten von gestreiften Mustern Kopfschmerzen auslösen kann. Auch in der Sommer-Kollektion von Dolce & Gabbana kommen sie vor: Der italienische Modedesigner Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce (Mitte) begrüssen die Schauspielerin Demi Moore in Mailand. (5. Oktober 1997)

Keystone/Luca Bruno

Der Anblick von Streifen kann Kopfweh verursachen. Ausgerechnet ein aktueller Modetrend soll dafür verantwortlich sein, dass sich viele Menschen unwohl fühlen. Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Universität Utrecht herausgefunden, wie der «Telegraph» schreibt.

Der Streifenlook ist derzeit angesagt. Doch das Betrachten gestreifter Muster soll die Gamma-Schwingungen im Gehirn verstärken. Diese können Migräne-Anfälle auslösen. Und Epilepsie-Patienten können einen epileptischen Anfall erleiden, wenn sie Streifen anschauen.

Auch Gesunde betroffen

Die holländischen Wissenschaftler haben mit Forscherkollegen aus den USA zum ersten Mal bestätigt, dass auch Streifenmuster im Städtebau, im Verkehr und in Gebäuden das Hirn beeinflussen. Sie schlagen deshalb vor, dies schon bei der Planung zu berücksichtigen.

«Es wäre wichtig, Muster zu vermeiden, die solche Gehirnaktivität auslösen», schreiben sie. Auch bei Menschen, die völlig gesund sind, können gestreifte Muster zu Unwohlsein führen.

Vertikale Linien schlimmer als horizontale

Die Wissenschaftler versuchen herauszufinden, ob die Gamma-Schwingungen für das Bewusstsein essenziell sind, oder ob es sich bei ihnen nur um ein Nebenprodukt der Hirnfunktion handelt.

«Vertikale Streifen sind insgesamt schlimmer als horizontale», sagt Dorothée Kasteleijn-Nolst Trenité, Epileptologin an der Universität Utrecht. «Beispiele für Muster im alltäglichen Leben sind Rolltreppen, Rollläden, Kleider und Gebäude.»

Auch Radiatoren, Bodenbeläge oder Backsteine können das Gehirn laut den Forschern negativ beeinflussen. In der Natur hingegen kommen Streifenmuster selten vor. Ein Spaziergang im Wald könnte daher bei Kopfschmerzen wohltuend wirken.

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