20-Minuten-Podcast «Unchained» - Darum sollten wir in diesem Jahr öfter tanzen

Aktualisiert

20-Minuten-Podcast «Unchained»Darum sollten wir in diesem Jahr öfter tanzen

Maya Kunz erklärt bei «Unchained» ihre Arbeit als Tanzpädagogin und liefert gute Gründe dafür, 2022 selber aktiv zu werden.

von
Melanie Biedermann
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Maya Kunz ist Bereichsleiterin im Tanzwerk 101 in Zürich.

Maya Kunz ist Bereichsleiterin im Tanzwerk 101 in Zürich.

privat
Als Gast im 20-Minuten-Podcast «Unchained» beantwortet sie 20 Fragen zu ihrem Alltag als Tanzpädagogin. 

Als Gast im 20-Minuten-Podcast «Unchained» beantwortet sie 20 Fragen zu ihrem Alltag als Tanzpädagogin. 

Warum es beim Tanzen nicht nur um Kunst und Sport geht und was wir davon für unseren Alltag lernen können, erfährst du in der Episodenvorschau im Artikel.

Warum es beim Tanzen nicht nur um Kunst und Sport geht und was wir davon für unseren Alltag lernen können, erfährst du in der Episodenvorschau im Artikel.

imago images/NurPhoto

Darum gehts

  • Bei «Unchained» stellen sich wechselnde Gäste je 20 Fragen.

  • In Episode 67 erzählt Tanzlehrerin Maya Kunz von eigenen Tanz-Erfahrungen sowie der Arbeit mit Laien und Profis.

  • Was du beim Tanzen fürs Leben lernen kannst? Erklären wir dir in der Episodenvorschau.

  • «Unchained: 20 Fragen an eine Tanzlehrerin» gibts direkt darunter im Stream.

Persönliche Grenzen definieren

«Tanzen ist eine Kontaktsportart, bei der man sich wesentlich näher kommt als das, was wir im Alltag – bei einem Gespräch etwa – als normale, angenehme Distanz empfinden», erklärt Maya Kunz im «Unchained»-Podcast. Entsprechend sei das Tanzen weit intimer als viele andere Sportarten. «Man muss sich gut überlegen, wen man in diese Intimsphäre hineinlassen möchte», so die Tanzpädagogin. Insbesondere beim Paartanz lernt man also, auch mal Nein zu sagen, respektive zu sagen, wenn persönliche Grenzen überschritten werden.

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Bei Zeiten auch mal was neu definieren

Tanzen ist kein Männersport? «Ich glaube im Jahr 2022 haben wir eine breitere Palette an Männlichkeitsbildern als den Bodybuilder und Büetzer auf dem Bau», meint Kunz. «Ein Balletttänzer etwa braucht Köpfchen, Herz, Muckis und Ausdauer», so die Expertin. Beim Salsa oder Flamenco sprühe so viel Testosteron wie kaum woanders. Wie ein Tänzer sich ausdrücke – stereotyp männlich oder feminin oder alles dazwischen –, hänge am Ende ganz einfach davon ab, was dieser darstellen möchte.

Profi-Balletttänzer wie etwa der Deutsche Friedemann Vogel (42) inszenieren Männlichkeit auf der Bühne immer wieder neu.

Hemmungen ablegen

Beim Unterrichten gehe es für sie als Lehrerin oft darum, den Leuten die Angst zu nehmen, so Kunz. «Tanzen ist nicht nur Kunst und Leidenschaft, es ist auch Sport, da muss man sich herantasten und Hemmschwellen überwinden», erklärt sie. «Manchmal kommt es auch zu witzigen Situationen, wenn es nicht ein Sich-Zu-Nahe-Kommen, sondern ein Am-Falschen-Ort-Sein ist». Stolpern, im Weg stehen oder einfach ein bisschen lustig aussehen; auch solche Dinge gehören zum Tanzen.

Zepter abgeben und geduldig sein

Besonders bei Paartanz-Kursen passiere es hin und wieder, dass eine Person ihr Gegenüber öfter korrigiere. «Aber dazu bin ich ja da», meint Kunz. Die Tanzlehrerin ergänzt: «Es gibt keine hoffnungslosen Fälle!» Schön werde es immer dann, wenn sich etwas beginne richtig anzufühlen; also lieber einmal mehr loben, wenn der Partner oder die Partnerin etwas gut macht, geduldig sein und das Nörgeln jenen überlassen, die es wirklich besser wissen sollten – im Zweifelsfalls jenen, die man fürs Unterrichten bezahlt.

Kleine Freuden (wieder)finden

«Jeder und Jede hat in irgendeiner Form gern Musik und in irgendeiner Form auch gern in Bewegung. Ich glaube, diese Dinge verbinden uns Menschen auch», meint Kunz und erinnert an den Beginn der Pandemie, «als plötzlich überall auf der Welt, in allen Nationen, Berufsgruppen und Altersgruppen, alle zum Song ‹Jerusalema› tanzten und dabei Lebensfreude und Solidarität ausdrückten». Die Tanzpädagogin glaubt, dass es Jedem und Jeder gelingen kann, diese Hochgefühle zu entwickeln. 

Ein Reminder:

Es muss nicht aussehen wie beim Profi, damit es Spass macht. Bester Beweis: Die letztjährige «Jerusalema»-Challenge der Zuger Polizei. 

Zuger Polizei

In sich selber investieren

«Tanzen löst nicht nur Glücksgefühle aus, es ist ein ganzheitlicher Sport, der – auf Freizeitbasis ausgeübt – geistig jung und körperlich fit hält, ohne dass man sich einseitig belastet und abnutzt», so Kunz. Die älteste Tänzerin, die sie unterrichte, sei 92 Jahre alt. «Sie hat nicht immer einen Partner und tanzt dann auch einfach mal für sich alleine.» Der soziale Aspekt ist dennoch nicht zu unterschätzen: «Tanzen ist auch nonverbale Kommunikation. Wer sich dessen bewusst ist, dass diese Sprache etwas kultiviert und weltoffen ist, dem wird das dabei helfen, neue Bekanntschaften zu schliessen», meint Kunz.

Mehr über Maya Kunz’ Alltag als Tanzlehrerin erfährst du hier, in «Unchained: 20 Fragen an eine Tanzlehrerin». Einfach E68 antippen.

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