15. Buchstabe des Alphabets – Darum taufte die WHO die neue Supermutante Omikron
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15. Buchstabe des AlphabetsDarum taufte die WHO die neue Supermutante Omikron

Die neu entdeckte Variante des Coronavirus gibt Anlass zur Sorge. Die WHO hat die Mutation auf den Namen Omikron getauft und sie als «besorgniserregend» eingestuft.

von
Reto Bollmann
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Wie die WHO mitteilt, ist die zuerst in Südafrika neu festgestellte Coronavirus-Variante «besorgniserregend».

Wie die WHO mitteilt, ist die zuerst in Südafrika neu festgestellte Coronavirus-Variante «besorgniserregend».

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Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 wurde Omikron getauft.

Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 wurde Omikron getauft.

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Darum gehts

  • Die neuste nachgewiesene Coronavirus-Variante wurde von der WHO Omikron getauft.

  • Omikron reiht sich in die Gruppe der «besorgniserregenden» Varianten ein.

  • Neue Varianten werden entsprechend den Buchstaben des griechischen Alphabets benannt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neu aufgetauchte Virusvariante als «besorgniserregend» ein, wie sie am Freitag mitteilte. Der Erreger mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 «weist eine grosse Zahl von Mutationen auf», begründete das zuständige WHO-Expertengremium am Freitag die Entscheidung. Ebenfalls steht auch der Name der neuen Virusvariante. Omikron heisst die neue Mutation in der Klassifikation der WHO – der 15. Buchstabe des griechischen Alphabets.

Relevante Mutationen werden getauft

Doch was bestimmt darüber, ob eine Coronavirus-Mutation einen eigenen Namen erhält? Wie das BAG schreibt, werden Virusvarianten anhand von Mutationen in ihrem Genom (Veränderung des Erbguts) bestimmt und klassifiziert. Bei einigen Coronavirus-Varianten führen Mutationen zu veränderten Erregereigenschaften wie einer erhöhten Ansteckungsgefahr, schwereren Krankheitsverläufen, Risiken einer erneuten Ansteckung und vermindertem Impfschutz. Die Verbreitung dieser Virusvarianten kann die epidemiologische Lage beeinflussen. Deshalb werden sie als relevante Varianten klassifiziert und stehen unter besonderer Beobachtung – in diesem Zusammenhang werden diese auch getauft.

Zunächst erfolgte die Benennung der Virusvarianten schlicht entsprechend der Regionen, in welchen sie auftraten. Wissenschaftlich hat sich dazu ein dynamisches Code-System für die Namen durchgesetzt, das zur Verfolgung genetischer Stämme des Virus verwendet wird, wie der Mitteldeutsche Rundfunk erklärt. Aus diesem System ergeben sich die Bezeichnungen wie B.1.1.7 für die Alpha-Variante – oder B.1.1.529 für die aktuelle, neue Variante.

Diskriminierung vermeiden

Um der Diskriminierung und Schuldzuweisung an bestimmte Regionen auf der Welt entgegenzuwirken, hat sich die WHO im Sommer 2021 dazu entschieden, ein neues Namenssystem für bestimmte Corona-Varianten einzuführen. Dieses folgt schlicht den Buchstaben des griechischen Alphabets. Darum heisst die zuerst in Grossbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 seit einiger Zeit Alpha. Die in Südafrika entdeckte Variante B.1.351 wurde zu Beta, die in Brasilien nachgewiesene Variante wurde zu Gamma und die zunächst in Indien gefundene Variante B.1.617.2 wurde zu Delta. Nun bekommt die neuste «besorgniserregende» Variante, nachgewiesen in Südafrika, den Namen Omikron.

Eine Tabelle gibt einen Überblick über die relevantesten Virusvarianten:

Quelle: BAG

Bei den Daten aus dem Meldesystem handelt es sich um Daten aus Laboratorien. Es handelt sich dabei um nicht repräsentativ erhobene Stichproben.

Die Überwachungsdaten hingegen zeigen eine repräsentative Stichprobe auf. Anhand der Daten kann der Anteil einzelner Virusvarianten geschätzt werden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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