Aktualisiert 06.09.2019 13:39

Neuer TrendDarum tragen Schweizer Chefs diese Bändeli

Stars und Topmanager weltweit tragen plötzlich bunte Armbänder. Was es damit auf sich hat.

von
B. Scherer

SBB-Chef Andreas Meyer über die Gründe, warum er eines der bunten Armbänder trägt. (Video: B. Zanni/P.Stirnemann)

Überraschend hat SBB-CEO Andreas Meyer am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Aufmerksame Beobachter konnten dabei nicht übersehen, was Meyer an seinem rechten Handgelenk trug: Unter dem grauen Anzug blitzte ein buntes Armband hervor.

Was auf den ersten Blick nur ein Modeaccessoire zu sein scheint, beinhaltet eine politische Nachricht: Die bunten Bändeli sind Teil der Initiative #Togetherband.

Die Idee dahinter: Das Armband soll Menschen für die 17 Ziele der Vereinten Nationen (UNO) für eine nachhaltige Entwicklung sensibilisieren. Die UNO-Mitgliedsstaaten verfolgen damit eine gemeinsame Agenda, mit der sie die Armut auf der ganzen Welt bekämpfen und nachhaltige Entwicklungen fördern wollen. Ins Leben gerufen haben die Kampagne die Luxusmarke für nachhaltige Accessoires Bottletop und die Grossbank UBS.

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Das Unterfangen ist bereits weltweit erfolgreich: So tragen bekannte Persönlichkeiten wie Ex-Fussballstar David Beckham oder Topmodel Naomi Campbell den Armschmuck. Auch in der Schweiz hat die Initiative bekannte Unterstützer gefunden: Neben SBB-CEO Andreas Meyer tragen Sergio Ermotti, CEO der UBS, und UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber die Bändeli.

Dabei gibt es für jedes der 17 Ziele eine andere Farbe. Ermotti trägt beispielsweise gleich drei verschiedene: Sein rotes Armband steht für die Armutsbekämpfung. Das dunkelrote steht für gleichberechtigte Bildung und das blaue Band für eine nachhaltige Nutzung und Erhaltung der Ozeane.

Das Armband gibt es aber nur im Zweierpack, eines zum Tragen und eines zum Verschenken.

Wie selbst geknüpfte Freundschaftsarmbänder kann das Bändeli an gute Freunde oder Gleichgesinnte weitergegeben werden. So hat auch Ermotti eines seiner Armbänder bereits an einen Journalisten der Bloomberg-Medien verschenkt.

Hergestellt wird das Modeaccessoire von Frauen in Nepal aus aufbereitetem Kunststoffabfall aus dem Meer und rezykliertem Stahl von beschlagnahmten illegalen Waffen. Online sind die Bändel auf Bottletop.org für 42 Franken erhältlich. Der Erlös kommt verschiedenen gemeinnützigen Stiftungen zu, darunter der UBS Optimus Foundation.

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