Messenger im Web: Darum verlangt Whatsapp jetzt nach deinem Fingerabdruck
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Messenger im WebDarum verlangt Whatsapp jetzt nach deinem Fingerabdruck

Bisher genügte eine QR-Code, um Whatsapp-Web zu nutzen. Neu kann die Funktion per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck geschützt werden. Laut eigenen Angaben hat Whatsapp keinen Zugriff auf die biometrischen Daten.

von
Tobias Bolzern
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Die Web- und Desktop-Versionen von Whatsapp werden sicherer. 

Die Web- und Desktop-Versionen von Whatsapp werden sicherer.

imago images/Rene Traut
Neu kann der Messenger mit Fingerabdruck, Gesichts- oder Iris-Scan geschützt werden. 

Neu kann der Messenger mit Fingerabdruck, Gesichts- oder Iris-Scan geschützt werden.

Whatsapp
Bisher war für die Verknüpfung des Kontos lediglich ein QR-Code notwendig. 

Bisher war für die Verknüpfung des Kontos lediglich ein QR-Code notwendig.

Whatsapp

Darum gehts

  • Whatsapp führt eine neue Funktion für mehr Sicherheit ein.

  • Damit lässt sich die Whatsapp-Web-Version besser schützen.

  • Der Zugriff kann per Fingerabdruck, Iris- oder Gesichts-Scan geregelt werden.

  • Dazu werden die biometrischen Daten des Handys genutzt.

  • Man habe keinen Zugriff auf diese Daten, erklärt Whatsapp.

Whatsapp hat in den letzten Wochen zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer verloren. Dies nach heftiger Kritik an den neuen AGB, die eingeführt werden sollen. Die Änderungen sorgten bei vielen für Verwirrungen. Denn die neuen AGB sind eigentlich nur für Whatsapp-Business-Accounts bedeutend. Dennoch hat dies viele Nutzer und Nutzerinnen verunsichert. «Ich habe Whatsapp vor zwei Wochen gelöscht. Einige Kollegen haben es mir gleichgetan, aber viele verstehen nicht, worum es geht», sagt etwa der 24-jährige 20-Minuten-Leser Emrah.

Facebook, die Besitzerin von Whatsapp, wollte dem Abgang der Nutzerinnen und Nutzer mit einer Kampagne im Messenger entgegnen – was wiederum zu hässigen Kommentaren führte. Nun hat Whatsapp eine weitere Neuerung angekündigt, die den Nutzerinnen und Nutzern mehr Sicherheit bietet.

Konto mit Fingerabdruck

Die Änderung betrifft die Web- und die Desktop-Version des Messengers. Bisher wurde lediglich ein QR-Code benötigt, um das eigene Konto mit dem Computer zu verknüpfen. Neu kann eine zusätzliche Sicherung mit Iris, Gesicht oder Fingerabdruck hinzugefügt werden – was die Sicherheit erhöht.

Um die zusätzliche Sicherheitsstufe von Whatsapp-Web zu aktivieren, benötigt man ein iPhone, auf dem mindestens iOS 14 läuft. Auf dem Gerät muss ausserdem der Fingerabdrucksensor (Touch ID) oder die Gesichtserkennung (Face ID) aktiviert sein. Auf Android-Smartphones kann die neue Funktion auf allen Geräten mit biometrischer Authentifizierung (Fingerabdruck, Iris, Gesicht) eingeschaltet werden. In den FAQ hat Whatsapp eine genaue Anleitung veröffentlicht, wie das geht.

Keinen Zugriff

Dass Whatsapp nach dem Fingerabdruck oder dem Gesicht fragt, löst bei einigen Nutzerinnen und Nutzern aber Bedenken aus. «Kann man dem vertrauen?», fragt Screenrant.com. Whatsapp stellt jedoch klar: «Die Authentifizierung erfolgt über das Betriebssystem der Handys und mithilfe der dort bereits hinterlegten Biometriedaten. Whatsapp hat keinen Zugriff auf diese Daten.»

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20 Minuten-App. Tipp unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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