Xing-Studie – Darum wechseln Schweizerinnen und Schweizer in der Pandemie den Job
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Xing-StudieDarum wechseln Schweizerinnen und Schweizer in der Pandemie den Job

Etwa ein Viertel der berufstätigen Personen in der Schweiz hat in der Pandemie den Job gewechselt. Dabei wollen viele eine bessere Work-Life-Balance und mehr Lohn.

von
Barbara Scherer
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Mehr als die Hälfte der berufstätigen Personen in der Schweiz ist zurzeit grundsätzlich offen für einen neuen Job.

Mehr als die Hälfte der berufstätigen Personen in der Schweiz ist zurzeit grundsätzlich offen für einen neuen Job.

20min/Michael Scherrer
Seit Beginn der Pandemie hat schon rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer die Stelle gewechselt.

Seit Beginn der Pandemie hat schon rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer die Stelle gewechselt.

20min/Celia Nogler
Dabei haben 30 Prozent ihre Stelle gekündigt, ohne dass sie eine verbindliche Zusage für einen neuen Job hatten.

Dabei haben 30 Prozent ihre Stelle gekündigt, ohne dass sie eine verbindliche Zusage für einen neuen Job hatten.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

Rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer hat seit Beginn der Pandemie den Job gewechselt. Der häufigste Grund für den Stellenwechsel: eine bessere Work-Life-Balance. Das geht aus einer aktuellen Studie des Karrierenetzwerks Xing hervor.

Ein Fünftel der Befragten gab zudem an, für flexiblere Arbeitszeiten oder mehr Lohn den Arbeitgeber gewechselt zu haben. Dabei haben 30 Prozent ihre Stelle gekündigt, ohne dass sie eine verbindliche Zusage für einen neuen Job hatten.

«Die Corona-Krise hat viele Menschen dazu veranlasst darüber nachzudenken, wie viel Raum und welche Rolle der Beruf im eigenen Leben einnehmen soll», erklärt Robert Bertschinger, Schweizer Geschäftsführer von New Work, dem Mutterunternehmen von Xing.

Standort trotz Homeoffice wichtig

Bei der Wahl des neuen Arbeitsgebers ist neben Arbeitszeiten und -Weg der Standort weiterhin sehr wichtig. So geben 46 Prozent an, darauf zu achten ob der Arbeitsort gut gelegen ist. Nur für 35 Prozent der Befragten ist die Möglichkeit für Homeoffice wichtig.

Zwar sei die Möglichkeit für Homeoffice bei Büroberufen inzwischen ein Muss, doch auch das Büro muss sich wandeln: «Die gemeinsame Zeit im Büro gilt als unverzichtbarer Bestandteil für den Aufbau und Erhalt einer starken Unternehmenskultur», so Bertschinger.

Darum sei der Arbeitsort weiterhin ein wichtiger Faktor. Denn dort können Mitarbeitende den Zusammenhalt aufbauen. Auch die Lage muss passen. Gute Verkehrsanbindung und Verpflegungsmöglichkeiten seien sehr wichtig.

Büro muss mehr bieten

Dabei erwarten Arbeitnehmende heute mehr vom Arbeitsplatz als einen geheizten Raum mit Internet: «Das Büro muss verschiedene Tätigkeiten gezielt unterstützen, zum Beispiel die gemeinsame Entwicklung von Ideen, aber auch ungestörtes, konzentriertes Arbeiten», sagt Bertschinger.

Vorbei ist der grosse Stellenwechsel noch lange nicht: Mehr als die Hälfte der berufstätigen Personen in der Schweiz ist zurzeit grundsätzlich offen für einen neuen Job oder hat sogar schon erste Schritte dazu unternommen.

Besonders wechselfreudig sind die 18- bis 29-Jährigen: 70 Prozent dieser Altersgruppe sind offen für einen Stellenwechsel.

«Viele Firmen suchen auf Social Media nach Mitarbeitenden»

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit dem Job?

Hier findest du Hilfe:

Arbeit.swiss, Informationen und Adressen für Stellensuchende

Lohnforderung.ch, Rechte bei fristloser Kündigung

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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