Basel – Darum wird diese Quartierstrasse mit Kameras und Sensoren überwacht
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BaselDarum wird diese Quartierstrasse mit Kameras und Sensoren überwacht

Im Basler Stadtquartier Gundeldingen sammelt jetzt eine Strasse Daten über den Verkehr, die Parkplätze und die Luft. Der Abschnitt ist mit innovativer Technologie ausgestattet und übermittelt alle Angaben in Echtzeit.

von
Oliver Braams
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An der Gundeldingerstrasse in Basel messen neue Sensoren jetzt die Luftqualität, den Strassenlärm oder die Parkplatzsituation.

An der Gundeldingerstrasse in Basel messen neue Sensoren jetzt die Luftqualität, den Strassenlärm oder die Parkplatzsituation.

Google Street View
Das Pilotprojekt «Smarte Strasse» startete im Februar 2022 und dauert rund ein Jahr.

Das Pilotprojekt «Smarte Strasse» startete im Februar 2022 und dauert rund ein Jahr.

entwicklung.bs.ch
Ausserdem untersuchen die Industriellen Werke Basel (IWB), ob Stromverteilkästen als Ladestationen für Elektroautos nutzbar sind.

Ausserdem untersuchen die Industriellen Werke Basel (IWB), ob Stromverteilkästen als Ladestationen für Elektroautos nutzbar sind.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

An der Gundeldingerstrasse in Basel werden ab sofort verschiedene Technologien zur Datenerhebung im öffentlichen Raum getestet. Dazu wurde ein Streckenabschnitt auf der Höhe des Margarethenparks mit neuartigen Sensoren aufgerüstet, die die Luftqualität, Verkehrsfrequenzen oder den Lärm einzelner Fahrzeuge messen können. Insgesamt wurden dort an fünf Standorten Sensoren installiert.

Eine Kamera zeichnet zudem auf, ob und wie viele Parkplätze frei sind. Diese Bilder hätten aber eine schwache Auflösung, damit man weder Personen noch Autokennzeichen erkennt, versichert Luca Olivieri vom Amt für Mobilität dem Regionaljournal Basel. Je nach Ergebnis des Pilotprojekts könnten diese Erhebungen dereinst dazu dienen, die Parkraumbewirtschaftung weiterzuentwickeln, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung.

Ferner untersuchen die Industriellen Werke Basel (IWB) Alternativen für das Aufladen von E-Fahrzeugen im öffentlichen Raum, wie es heisst. Dafür testet sie im Rahmen dieses Pilotprojekts, ob Stromverteilkästen als Ladestationen nutzbar sind, oder inwiefern die Strassenbeleuchtung für den Strombedarf der eingesetzten Sensoren genutzt werden kann.

Daten für die Öffentlichkeit frei zugänglich

Die erhobenen Daten sollen in Echtzeit für Anwendungen im Alltag aufbereitet und visualisiert werden, heisst es weiter. Sie sind für die Öffentlichkeit frei auf dem Datenportal des Kantons Basel-Stadt zugänglich und nutzbar. Um die rechtmässige Verwendung der Daten sicherzustellen, wird der kantonale Datenschutzbeauftragte im Projekt laufend beigezogen.

Die Testphase hat im Februar 2022 begonnen und dauert rund ein Jahr. Sollten sich die Technologien und die alternativen Ladestationen im Projekt bewähren, könnten diese in einem zweiten Schritt auf ein grösseres Stadtgebiet ausgerollt werden. 

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