31.12.2019 12:41

«The Rise of Skywalker»Darum wird Rose im neuen «Star Wars» kaum gezeigt

In «The Last Jedi» war sie 11 Minuten zu sehen, in «The Rise of Skywalker» nur noch 76 Sekunden. Der angebliche Grund für die wenigen Szenen mit Rose Tico: Prinzessin Leia.

von
shy

«Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker» läuft seit dem 18. Dezember in den Deutschschweizer Kinos. Hier ist der finale Trailer zum Film. <i>(Video: Lucasfilm/Disney)</i>

Im 2017er «Episode VIII – The Last Jedi» hat Regisseur Rian Johnson (46) mit Rose Tico eine neue Figur ins «Star Wars»-Universum eingeführt, die nicht nur im Film eine wichtige Rolle spielte, sondern auch im ganzen Franchise: Sie ist die erste nicht-weisse Frau im «Star Wars»-Scheinwerferlicht.

Wahrscheinlich deswegen wurde Schauspielerin Kelly Marie Tran (30) nach dem Kino-Release Opfer von schwerem Online-Mobbing und hat wohl auch deshalb ihr Instagram-Profil deaktiviert. Trotzdem gilt Rose als Fan-Liebling und J. J. Abrams (53), Regisseur der Episoden «VII» und «IX», bezeichnete sie als «das Beste», was Johnson in «The Last Jedi» vollbracht hat.

76 Sekunden in einem 142-Minuten-Film

Umso verwunderlicher ist es, dass Abrams die Amerikanerin im 142 Minuten langen «Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker» zusammengezählt während gerade mal 76 Sekunden zeigt. Zum Vergleich: In «The Last Jedi» hatte Tran eine Leinwandzeit von rund elf Minuten.

Chris Terrio (42), der das Drehbuch von «The Rise of Skywalker» zusammen mit Abrams geschrieben hat, erklärte gegenüber AwardsDaily.com, warum Rose im neuen Film so selten zu sehen ist. «Wir wollten Leia nicht ohne eine der geliebten Hauptfiguren in der Basis der Rebellen zurücklassen», sagte er, «darum sollten Leia und Rose dort zusammenarbeiten.»

«Star Wars: Episode IX»: BFF-Featurette

In «Episode IX &ndash; The Rise of Skywalker» hat der Hauptcast so viele gemeinsame Szenen wie noch nie in der neuen «Star Wars»-Trilogie. Und das freut ihn. Der Film läuft am 18. Dezember in den Deutschschweizer Kinos an. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

Der Hauptcast von «Rise of the Skywalker» hatte im Gegensatz zu Rose viele Szenen – und vor allem viele gemeinsame. (Video: Lucasfilm/Disney)

Von Carrie Fisher gabs nur noch «Archiv»-Material

Terrio fährt fort: «Es war aber schwierig, das vorhandene Filmmaterial von Carrie Fisher so zu verwenden, dass dieser Plan aufgeht.» Fisher, die in der «Star Wars»-Reihe Prinzessin/Generalin Leia verkörperte, starb Ende 2016 im Alter von 60 Jahren.

Für ihre «The Rise of Skywalker»-Szenen wurde ungenutztes Material vom «The Last Jedi»-Dreh verwendet – Abrams wollte bei ihr möglichst auf eine «digitale Wiederbelebung» verzichten.

Das Material war ungeeignet für die geplanten Szenen mit Kelly Marie Tran

Damit Rose und Leia trotzdem miteinander interagieren konnten, war allerdings aufwendige Computertechnik vonnöten. «Als wir an den Szenen der beiden arbeiteten, stellte sich aber heraus, dass diese nicht den erhofften Standard an Fotorealismus erfüllten», so Terrio.

«Diese Szenen mussten wir schliesslich wegschneiden. Wir wollten Rose auf keinen Fall ins Abseits schieben. Wir lieben die Figur und wir lieben Kelly – so sehr, dass wir sie mit unserem liebsten Menschen in dieser Galaxie, Generalin Leia, zusammengetan haben.»

Was hältst du von dieser Erklärung? Ist sie schlüssig oder hätten die Drehbuchschreiber Rose eine andere Aufgabe geben sollen, wenn sie (wahrscheinlich) wussten, wie unflexibel Fishers Filmmaterial ist?

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#JusticeForRose

Nach dem Release von «The Rise of Skywalker» Mitte Dezember und nachdem die Fans festgestellt hatten, wie wenig Screentime Rose Tico (Bild) bekommen hat, trendeten die Hashtags #JusticeForRose (Gerechtigkeit für Rose) und #RoseTicoDeservedBetter (Rose Tico hat etwas Besseres verdient) auf Twitter. Damit forderten die Userinnen und User eine Wiedergutmachung.

«Crazy Rich Asians»-Regisseur Jon M. Chu (40) bot Disney, welche die «Star Wars»-Lizenz hält, daraufhin via Tweet an, eine Rose-Tico-Serie für deren neuen Streaming-Dienst Disney+ zu drehen. Eine Antwort steht noch aus. (Foto: Lucasfilm/Disney)

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