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Gastro-LockdownDarum wurde noch kaum Härtefallunterstützung ausgezahlt

In Basel-Stadt stehen fast 75 Millionen Franken für Gastro-, Freizeitbetriebe und andere Härtefälle bereit. In einer ersten Tranche werden aber erst 3,23 Millionen Franken ausbezahlt.

von
Lukas Hausendorf
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Nur noch Take-Away oder Heimlieferung: Vielen Wirten ist wegen des Gastro-Lockdowns der Umsatz eingebrochen.

Nur noch Take-Away oder Heimlieferung: Vielen Wirten ist wegen des Gastro-Lockdowns der Umsatz eingebrochen.

20min/Marco Zangger
In Basel hat der Kanton schon Ende November Härtefallunterstützung zugesichert. Inzwischen stehen über 25 Millionen Franken bereit. Hinzu kommen noch fast 49 Millionen Franken vom Bund.

In Basel hat der Kanton schon Ende November Härtefallunterstützung zugesichert. Inzwischen stehen über 25 Millionen Franken bereit. Hinzu kommen noch fast 49 Millionen Franken vom Bund.

bs.ch/Sabine Schneeberger
Bis Anfang Januar gingen aber nur wenig Gesuche ein. Per 12. Januar waren es 300, die um total über 6 Millionen Franken anfragten.

Bis Anfang Januar gingen aber nur wenig Gesuche ein. Per 12. Januar waren es 300, die um total über 6 Millionen Franken anfragten.

20min/Karina Romer

Darum gehts

  • Seit dem 23. November sind Gastronomie- und Freizeitbetriebe in Basel geschlossen.

  • Obwohl der Kanton früh Härtefallunterstützung zusicherte und über 25 Millionen bereitstellte, fliesst das Geld nur zaghaft.

  • Der Kanton erwartet, dass die grosse Flut von Anträgen erst kommt, wenn die Betriebe ihre Jahresabschlüsse gemacht haben.

Restaurants sind in Basel seit dem 23. November geschlossen, viele Hotels mangels Gästen ebenfalls und auch Freizeitbetriebe empfangen keine Kunden. Für diese sogenannten Härtefälle, die aufgrund der Corona-Massnahmen ihr Geschäft weitgehend stilllegen müssen, hat der Kanton Härtefallunterstützung im Umfang von fast 75 Millionen Franken in Aussicht gestellt, wovon aber zwei Drittel vom Bund kommen. Basel-Stadt hat Mittel in der Höhe von 25,45 Millionen bereitgestellt.

Bewilligt wurden bis dato Gelder im Umfang von 3,23 Millionen Franken, die ebenfalls am Mittwoch ausgezahlt werden. Diese fliessen an Gastronomie- und Tourismusbetriebe. Bei dieser Summen handle es sich um die kantonalen Unterstützungsgelder, wie Ivica Perkovic, Leiter Finanzen beim Basler Wirtschaftsdepartement, präzisiert. Das heisst: Zusätzlich zu den bereits bewilligten 3,23 Millionen Franken, könnten bis Ende des Monats noch Bundesmittel in der Höhe von über 6 Millionen Franken ausgezahlt werden.

Die Auszahlung der Bundesgelder hängt allerdings auch davon ab, ob der Bund sämtliche während mindestens 60 Tagen behördlich geschlossenen Betriebe zu Härtefällen erklärt. Darüber entscheidet der Bundesrat am Mittwoch.

Die grosse Flut kommt erst noch

Beim Kanton eingegangen sind bis jetzt 300 Gesuche, die ein Volumen von 6 Millionen Franken umfassen. Das ist noch eher bescheiden, vor allem weil seit dem 5. Januar die Härtefall-Regelung auch auf Zulieferer von Restaurants und Hotels sowie Freizeitbetriebe wie Fitnessstudios, Kletterhallen oder Escape-Rooms ausgeweitet wurde. «Wir erwarten rund 1000 Anträge», sagt Perkovic. Die grosse Flut werde wohl erst in den kommenden Tagen oder Wochen kommen. Viele Betriebe erstellten jetzt noch ihre Jahresabschlüsse.

Der Jahresabschluss gibt denn auch Aufschluss über die Anspruchsberechtigung. Als Härtefall qualifiziert, wer eine Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent erlitten hat infolge der Corona -Massnahmen. Die Betriebe haben noch bis Ende März Zeit, ihre Anträge zu stellen.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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21 Kommentare
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Alain Surlemur

14.01.2021, 07:04

Würde schnell und ungeprüft ausgezahlt würden sie die Kommentarschreiber über die Betrügereien aufregen. Wie mans macht ist immer falsch...

Saurer Apfel

13.01.2021, 19:47

Und dann kommt der Regierungsvertreter vom Kt Zürich und sagt: "es ist nicht so einfach mit 20'000 Gesuchen für meinen Kanton". Da kommt mir die Galle hoch. Für die Beroffenen ist es ja einfach!!! Dann müssen sich die Kantönlibeamten halt mal sputen und nicht nur die Arbeitszeit- und Pausenregelungen auswendig lernen.

steuerboykott

13.01.2021, 19:33

wir können uns gegen BR wehren, indem wir alle die Steuern nicht bezahlen.