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Deutsche Athletinnen ziehen blankDarum ziehen sich Sportlerinnen auch 2021 noch im Playboy aus

In einer Woche starten die Olympischen Spiele in Tokio. Drei Spitzenathletinnen aus Deutschland zeigen sich bereits vorab selbstbewusst und stark.

von
Sophie Klein
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Diese deutschen Athletinnen sind heiss. Heiss auf die Olympischen Spiele in Tokio aber auch in der Playboy-Ausgabe August 2021 präsentieren sich die Schwimmerin Marie Pietruschka, die Fechterin Alexandra Ndolo und die Stabhochspringerin Lisa Ryzih freizügig.  

Diese deutschen Athletinnen sind heiss. Heiss auf die Olympischen Spiele in Tokio aber auch in der Playboy-Ausgabe August 2021 präsentieren sich die Schwimmerin Marie Pietruschka, die Fechterin Alexandra Ndolo und die Stabhochspringerin Lisa Ryzih freizügig.

Playboy Deutschland
Hier fühlt sich die 26-jährige Olympia-Schwimmerin Marie Pietruschka zuhause. Im Becken zieht sie Bahn für Bahn, um in Tokio auf dem Treppchen zu stehen. 

Hier fühlt sich die 26-jährige Olympia-Schwimmerin Marie Pietruschka zuhause. Im Becken zieht sie Bahn für Bahn, um in Tokio auf dem Treppchen zu stehen.

imago/Aleksandar Djorovic
Neben dem Schwimmen bei ihrem Club SSG Leipzig studiert Pietruschka aktuell noch Psychologie. Kaum zu glauben, dass diese junge Frau, die auf diesem Bild so zart scheint, sich nun für den Playboy ausgezogen hat. 

Neben dem Schwimmen bei ihrem Club SSG Leipzig studiert Pietruschka aktuell noch Psychologie. Kaum zu glauben, dass diese junge Frau, die auf diesem Bild so zart scheint, sich nun für den Playboy ausgezogen hat.

imago images / Beautiful Sports

Darum gehts

  • Die drei deutschen Top-Athletinnen Marie Pietruschka, Alexandra Ndolo und Lisa Ryzih zieren das neue Playboy-Cover.

  • Normalerweise erbringen die drei Sportlerinnen Spitzenleistungen in ihren jeweiligen Disziplinen.

  • Ob sie sich mit dem Auftritt im Playboy mehr Aufmerksamkeit erhoffen?

Der Playboy – das wohl bekannteste Männermagazin überhaupt. Seit 1953 präsentiert der Gründer Hugh Hefner die schönsten Frauen der Welt – natürlich, in ihrer reinen Schönheit: Splitterfasernackt!

Die männlichen Leser freut es. Denn der Playboy ist auch nach fast 70 Jahren nicht mehr wegzudenken. Er ist mehr als ein Magazin – er ist über die Jahre zur Marke geworden. Die Vielzahl derer, die sich für das Magazin ablichten lassen, reicht von Superstars über Newcomer bis hin zu Olympionikinnen. Dies zeigt die neue August-Ausgabe aus Deutschland. Kurz vor den Olympischen Spielen zogen sich drei deutsche Top-Athletinnen aus.

Sexy, sportlich, erfolgreich – alles für die Quote?

Auch wenn die drei Frauen in ihren jeweiligen Disziplinen - dem Schwimmen, dem Fechten und dem Stabhochspringen – Glanzleistungen erbringen und sich zwei davon für einen der grössten Sportevents der Geschichte qualifizieren konnten, so gehören ihre Sportarten wohl eher zu den Randdisziplinen der Spiele. Doch was sind ihre Beweggründe, sich nun so freizügig zu präsentieren? Marketing?

Könnte sein, denn selbst in ihrem Heimatland sind sie fast ausschliesslich wahren Sportkennerinnen und Sportkennern bekannt und präsent. Durch ihren Auftritt im Playboy könnte sich das jetzt allerdings schlagartig ändern. Denn die sportlich-erotisch posierenden Frauen zieren das Cover des Kultheftchens, das mit 105’659 Auflagen im ersten Quartal 2021 immer noch hoch im Kurs steht und für Aufsehen sorgt.

Eine starke Botschaft

Doch scheinbar weit gefehlt. Marketing ist offenbar eher nicht der Hauptgrund für ihren speziellen Auftritt fernab des Sports. Im Gegenteil. Die drei Spitzensportlerinnen sehen darin eine Chance, ihre Botschaft in die Welt zu tragen. Die Botschaft «von weiblicher Stärke und gesundem Selbstbewusstsein.»

Die Stabhochspringerin Ryzih strotzt nur so voller Selbstbewusstsein und stellt klar: «Ich mag meinen muskulösen Körper. Es gibt eben mehr als nur skinny.» Und auch Alexandra Ndolo hat eine klare Meinung von sich und dem Frauenbild, wie es sich ihrer Meinung nach entwickeln sollte: «Ich will zeigen, dass Frauen sowohl schön als auch intelligent sein können. Dass Frauen eine klare, starke Meinung zu etwas haben und sich trotzdem sinnlich zeigen können» – vor allem, so die Bayerin, wolle sie «besonders Mädchen ermutigen.»

Etwas, das die Cover-Kollegin Pietruschka sicher gerne bestätigt und unterstützt. Denn sie gibt zu: «In der Vergangenheit war ich unsicher und mit den Proportionen meines Körpers unzufrieden. Heute habe ich diese Zweifel überwunden.» Dies kann man auch sehen, denn selbstbewusst posiert sie vor der Kamera – oben ohne. Etwas, das sich nicht jede trauen würde.

Ob sie vielleicht einen anderen Weg für ihre Botschaft hätten einschlagen können? Sicherlich. Denn der Playboy wird rein marketingtechnisch gesehen nicht ganz die Zielgruppe erreichen, von der die drei Spitzensportlerinnen sprechen – aber ein Anfang ist gemacht und ihre Mission bekannt.

«Danke für die Gelegenheit»

Wie dem auch sei. Die drei Athletinnen sind auf jeden Fall stolz auf diese Erfahrung und ihre Fotos, die im Hochglanzmagazin präsentiert werden. Dies zeigen sie mit ihren Instagram-Posts auf Social Media. Vor allem die deutsche Rekord-Stabhochspringerin Lisa Ryzih kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: «Ich bedanke mich für die einmalige Gelegenheit, mich und meinen Sport von dieser besonderen Seite zeigen zu können.»

Fakt ist, egal aus welchen Gründen die Spitzensportlerinnen diesen Schritt gegangen sind, alle sind glücklich mit dem Resultat und haben ihren Fokus nach wie vor auf den Olympischen Spielen – oder, wie Fechterin Ndolo – auf der kommenden WM. Ihr Traum von Olympia zerplatzte kurze Zeit nach dem Fotoshooting.

Ob die männlichen Athleten sich jetzt allerdings noch auf ihre Ziele konzentrieren können, wissen nur sie. Denn sie haben auf jeden Fall einen Vorgeschmack bekommen, was für Frauen unter dem Fechtanzug, dem Schwimmanzug oder eben dem knappen Outfit der Stabhochspringerin aus Deutschland steckt. Und wir wissen ja mittlerweile, dass selbst ohne Playboy-Abzüge im Voraus die Olympischen Spiele ein heisses Pflaster für alle Beteiligten sind – egal ob aus sportlicher oder persönlicher Sicht.

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