City gegen Spurs: Das 100-Millionen-Spiel
Aktualisiert

City gegen SpursDas 100-Millionen-Spiel

Vergessen Sie «Wer wird Millionär?». ManCity und Tottenham Hotspur kämpfen um einen viel grösseren Jackpot: Es geht um 100 Millionen Franken.

von
Sandro Compagno
Viel Geld, bald auch Erfolg? ManCity-Manager Roberto Mancini (r.) und Stürmerstar Craig Bellamy.

Viel Geld, bald auch Erfolg? ManCity-Manager Roberto Mancini (r.) und Stürmerstar Craig Bellamy.

Es geht heute Abend im City-of-Manchester-Stadion (21 Uhr, Teleclub) um Platz 4, die Qualifikation zur Champions League und im Erfolgsfall um bis zu 60 Millionen Pfund (100 Mio. Franken) an Prämien, TV-Geldern und Ticketerlösen. Nicht, dass Manchester City das Geld nötig hätte. Das Vermögen von Klub-Eigner Mansour bin Zayed Al Nahyan wird auf 5 Milliarden Franken geschätzt. Doch der Scheich will Erfolge sehen.

Besser war die Gelegenheit lange nicht. Dank der Schwäche des FC Liverpool (7.) sind die «grossen Vier» auf das Trio Manchester United, Chelsea und Arsenal geschrumpft. Entsprechend gross ist der Druck, der auf City-Manager Roberto Mancini lastet. «Es ist immer noch Fussball, nicht Krieg!», sagte der Italiener an der ges­trigen Pressekonferenz. Man­cini versuchte, dem Druck ein Ventil zu geben, und sprach lieber davon, dass man immerhin die Europa League auf sicher habe. Die Citizens liegen vor der heutigen Direktbegegnung einen Punkt hinter Tottenham Hotspur.

Auch Spurs-Manager Harry Redknapp will von Druck nichts wissen. «Druck lastet auf Manchester City mit all dem Geld, das sie ins Team gebuttert haben», stichelte der 63-Jährige und unterschlug, dass auch er in den letzten anderthalb Jahren rund 150 Millionen Pfund investieren durfte. Dass er heute auf einem CL-Platz steht, hat er nicht zuletzt der Breite seines Kaders zu verdanken.

Ein grosses Kader hat auch City, darunter acht Goalies (!). Nur: Die Nummer 1 Shay Given ist verletzt, seine beiden Ersatzkeeper ebenfalls. Ein vierter Keeper, Joe Hart, wurde ohne Rückholklausel an Birmingham ausgeliehen. Von den anderen hat keiner das Vertrauen der Klub-Bosse. Aus Sunderland wurde jetzt notfallmässig der durchschnittlich talentierte Ungar Marton Fülöp ausgeliehen. Entscheidet er das 100-Millionen-Spiel?

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