Aktualisiert 30.03.2014 16:10

So kam es zum falschen AlarmDas abgestürzte Flugzeug, das ein Schiff war

Am Donnerstag schlagen die spanischen Rettungsdienste Alarm. Vor der Küste Gran Canarias habe es ein Flugzeugunglück gegeben. Bald stellt sich heraus: viel Lärm um nichts.

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Alarm! Zwei Meilen vor der Küste bei Jinámar, rund 14 Kilometer südlich von Las Palmas de Gran Canaria, sei ein Flugzeug abgestürzt. Das meldete am Donnerstagnachmittag der Rettungsdienst der Kanarischen Inseln via Twitter. In der ersten Schreckensmeldung hiess es sogar, dass sich an Bord der angeblich verunglückten Maschine Passagiere befanden. Es handle sich um ein Flugzeug der Billigreisegesellschaft TUI.

Dann plötzlich die Entwarnung: Was man von der Küste erkenne, sei kein abgestürztes Flugzeug, sondern ein Frachter, der gerade ein havariertes Schiff abschleppe. Eine Falschmeldung also, korrigierte AENA, die spanische Luftraumbehörde.

Aus der Distanz täuschts

Wie kommt es, dass ein Rettungsdienst eine ungeprüfte Falschmeldung verbreitet? Erste Bilder, die von der Küste aus geschossen wurden, zeigen den Frachter. Tatsächlich sieht er aus der Ferne einem abgestürzten Flugzeug verblüffend ähnlich. Besonders der gelbe Kahn des Lastschiffs sieht aus der Distanz wie das Höhenruder eines Flugzeugs aus.

Wie die Zeitung «La Provincia» schreibt, hatten zudem mehrere Spaziergänger den Rettungsdienst angerufen und von einem Unglück gesprochen. Dieser schlug daraufhin Alarm, noch bevor ein Helikopter zur «Katastrophenzone» geschickt worden war. Gleichzeitig klärte die Luftraumbehörde ab: Auf ihrem Radar fehlte kein einziges Flugzeug.

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