Aktualisiert 03.06.2020 15:00

Tabellenkeller in der Bundesliga

Das Abstiegsgespenst geht um

Gleich sechs Mannschaften sind in der Bundesliga abstiegsgefährdet. Im Nachtragsspiel am Mittwoch kommt es zum Direktduell der beiden Kandidaten Werder Bremen und Eintracht Frankfurt.

Eintracht Frankfurts Djibril Sow (l.) im Duell mit Werder Bremens Davy Klaassen.

Eintracht Frankfurts Djibril Sow (l.) im Duell mit Werder Bremens Davy Klaassen.

Foto: Keystone

Während Bayern München die Meisterschaft so gut wie nicht mehr zu nehmen ist, geht im Tabellenkeller der Bundesliga die Angst um. Von Platz 12 bis 18 zittern die Clubs um den Abstieg. Eintracht Frankfurt kann im Direktduell mit Werder Bremen, das am Mittwoch als Nachholspiel stattfindet, mit einem Sieg einen Schritt aus der Gefahrenzone machen. Ein Überblick.

Platz 12: Eintracht Frankfurt – 28 Spiele, 32 Punkte

Den Spielern von Eintracht Frankfurt ist es nicht immer zum Lachen zumute.

Den Spielern von Eintracht Frankfurt ist es nicht immer zum Lachen zumute.

Foto: Keystone

Letzte Saison spielte die Mannschaft des ehemaligen YB-Meistertrainers Adi Hütter noch im Halbfinal der Europa League. In dieser Saison droht den Frankfurtern nach der 0:3-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Basel ein frühes Aus. In der Meisterschaft läuft es auch nicht nach Wunsch. In der Offensive wird ein Knipser wie der letztjährige Leistungsträger Luka Jovic – der zu Real Madrid wechselte – vermisst.

Platz 13: Augsburg – 29 Spiele, 31 Punkte

Der Augsburger Florian Niederlechner erlebt ein schwierige Zeit.

Der Augsburger Florian Niederlechner erlebt ein schwierige Zeit.

Foto: Keystone

Der Schweizer Martin Schmidt musste Anfang März als Trainer gehen. Heiko Herrlich ersetzte ihn. Sportlich hat dieser Wechsel bisher nicht viel gebracht. Und Herrlich setzte sich sogar in die Corona-Nesseln. Dass es Augsburg nicht läuft, hat auch damit zu tun, dass Florian Niederlechner seit neun Spielen nicht mehr traf. In den 20 Partien zuvor schoss er elf Tore.

Platz 14: Union Berlin – 29 Spiele, 31 Punkte

Union-Trainer Urs Fischer muss seinen Spielern sehr gute Anweisungen geben, damit der Abstieg kein Thema wird.

Union-Trainer Urs Fischer muss seinen Spielern sehr gute Anweisungen geben, damit der Abstieg kein Thema wird.

Foto: Keystone

In der Hinrunde überzeugte der Aufsteiger mit dem Schweizer Trainer Urs Fischer. In der Rückrunde sieht es anders aus. Union Berlin ist seit sechs Spielen ohne Sieg. In den letzten vier Partien kassierte das Team von Fischer zudem elf Gegentore. Wegen der Geisterspiele fehlt Union Berlin zu Hause auch die Unterstützung der emotionalen Fans.

Platz 15: Mainz – 29 Spiele, 28 Punkte

Den Mainzern, hier Ridle Baku (r.), läuft es nicht nach Wunsch.

Den Mainzern, hier Ridle Baku (r.), läuft es nicht nach Wunsch.

Foto: Keystone

Vier Geisterspiele, viermal nicht gewonnen. So kommt Mainz nicht aus dem Abstiegsstrudel heraus. «Uns fehlt die letzte Entschlossenheit. Sowohl im Abschluss als auch im Verteidigen», sagt Trainer Achim Beierlorzer. Sportchef Rouven Schröder hat jedenfalls schon einmal angekündigt, von seinem Platz auf der Tribüne auf die Bank am Spielfeldrand zurückzukehren. Vielleicht helfe das etwas.

Relegationsplatz 16: Fortuna Düsseldorf – 29 Spiele, 27 Punkte

Fortuna Düsseldorf kam im letzten Spiel gegen Bayern München mit 0:5 unter die Räder.

Fortuna Düsseldorf kam im letzten Spiel gegen Bayern München mit 0:5 unter die Räder.

Foto: Keystone

Uwe Rösler ersetzte im Januar bei Fortuna Düsseldorf als Trainer den entlassenen Friedhelm Funkel. Eine leichte Steigerung im sportlichen Bereich ist seither erkennbar. Die Fortuna holte in zehn Spielen zwölf Punkte. Daneben stehen sechs Unentschieden, die schmerzen. Daher rechnete der Vereinspräsident Thomas Röttgermann vor, dass sie in den restlichen fünf Spielen drei gewinnen müssen, um dem Abstieg zu entrinnen.

Abstiegsplatz 17: Werder Bremen – 28 Spiele, 25 Punkte

Für Bremens Trainer Florian Kohfeldt ist es zum Haareraufen.

Für Bremens Trainer Florian Kohfeldt ist es zum Haareraufen.

Foto: Keystone

Drehte Bremen zu spät auf? Aus den letzten drei Spielen holte Werder sieben Punkte und kassierte kein Gegentor. Zuvor sah das anders aus, was die Lage in der Tabelle widerspiegelt. Aktuell wären die Bremer also abgestiegen. Aber bei Werder hoffen sie auf die Fortsetzung der kleinen Serie, die sie gestartet haben. Schon im Nachtragsspiel am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt.

Abstiegsplatz 18: Paderborn – 29 Spiele, 19 Punkte

Im letzten Spiel setzte es für Paderborn eine hohe Heimniederlage gegen Borussia Dortmund ab.

Im letzten Spiel setzte es für Paderborn eine hohe Heimniederlage gegen Borussia Dortmund ab.

Foto: Keystone

Gewinnen ist beim Aufsteiger ein Fremdwort geworden. Der letzte Sieg für Paderborn datiert von Ende Januar. Damals resultierte ein 2:0-Erfolg bei Freiburg. Der letzte Heimsieg gelang dem Team von Trainer Steffen Baumgart letztes Jahr kurz vor Weihnachten mit einem 2:1 gegen Eintracht Frankfurt. So wird das nicht klappen mit dem Ligaerhalt.

(heg)

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3 Kommentare
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AHV-Rentner

04.06.2020, 11:04

Müssen wir AHV-Bezüger auch mit Rentenkürzungen rechnen?

Kontoauszug

04.06.2020, 10:50

Da kann man ja nicht mehr richtig Fussball spielen und etwas Gutes zustande bringen, wenn man ständig nur an sein Bankkonto denkt!

prof.abronsius.fcz.fan.westtri

03.06.2020, 16:13

Hallo Augsburg. Finger weg von K.Rüegg.