Das allerschlimmste Ghetto der Schweiz liegt in Luzern

Aktualisiert

Das allerschlimmste Ghetto der Schweiz liegt in Luzern

Trauriger Spitzenplatz: Das Luzerner Quartier Basel-/Bernstrasse ist laut Bundesstatistik das schlimmste Ghetto der Schweiz.

«Die Basel-/Bernstrasse ist sicher nicht der Stadtteil, in den wir am meisten ausrücken müssen», sagt Werner Hofmann von der Stadtpolizei Luzern auf Anfrage. Der Ausländeranteil im Quartier Basel-/Bernstrasse beträgt fast 60 Prozent. Menschen aus 70 Nationen wohnen dort, mehr als ein Drittel stammt aus Ex-Jugoslawien.

Laut einer in «Facts» publizierten Bundesstatistik sind das alles Indikatoren für eine Ghettoisierung.

Doch der Geschäftsführer des Projektes Basel-/Bernstrasse Luzern (Babel), Moritz Wandeler, kritisiert die Erhebung: «Die Zahlen geben kein vollständiges Bild ab. Sie analysieren den Zeitraum zwischen 1990 und 2000.»

Doch just ein Jahr später kam mit Babel ein Projekt zum Zug, das sich für eine nachhaltige Quartierentwicklung einsetzt. Wandeler: «Verschiedene Projekte fördern seither ein gutes Zusammenleben. Und die internationalen Lebensmittelläden laden zur kulinarischen Weltreise ein.» Für Wandeler ist darum klar: «Babel ist kein Ghetto, sondern das jüngste und farbigste Quartier der Stadt Luzern.»

(sam)

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