Suchthilfe: Das alles wird an Bündner Goa-Partys konsumiert
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SuchthilfeDas alles wird an Bündner Goa-Partys konsumiert

Graubünden ist in den letzten Jahren zu einer Hochburg der Goa-Partys geworden. Nicht selten werden dort Drogen konsumiert. Die Suchthilfe will nun Aufklärungsarbeit leisten.

von
jen
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Die Goa-Partys in Graubünden gehören mittlerweile zu den grössten in ganz Europa. Unter anderem in Rona, Zernez, Lostallo und Filisur fanden mehrtägige Festivals statt. Dabei geht es vielen Menschen auch darum, für einige Zeit dem Alltag zu entfliehen. Dem wird nicht selten mit Drogen nachgeholfen. Zu diesem Schluss kommt die Suchthilfe Graubünden in ihrem Jahresbericht, wie die «Südostschweiz» schreibt.

Die Goa-Partys in Graubünden gehören mittlerweile zu den grössten in ganz Europa. Unter anderem in Rona, Zernez, Lostallo und Filisur fanden mehrtägige Festivals statt. Dabei geht es vielen Menschen auch darum, für einige Zeit dem Alltag zu entfliehen. Dem wird nicht selten mit Drogen nachgeholfen. Zu diesem Schluss kommt die Suchthilfe Graubünden in ihrem Jahresbericht, wie die «Südostschweiz» schreibt.

Wikipedia/Mike Lehmann
Konsumiert werden aber nicht etwa nur Alkohol und Cannabis, sondern auch Partydrogen wie Amphetamine, Kokain ...

Konsumiert werden aber nicht etwa nur Alkohol und Cannabis, sondern auch Partydrogen wie Amphetamine, Kokain ...

Keystone/David Ebener
... oder Ecstasy. Laut Susanna Gadient, der Präsidentin der Bündner Suchthilfe, will man das Thema nun in den Fokus stellen und die Leute darüber aufklären, welche Drogen an Goa-Partys konsumiert werden und welche Folgen dies mit sich bringen kann. «Wir wollen mit diesem Bericht zum Thema Partydrogen eine öffentliche Debatte anregen», sagte Gadient.

... oder Ecstasy. Laut Susanna Gadient, der Präsidentin der Bündner Suchthilfe, will man das Thema nun in den Fokus stellen und die Leute darüber aufklären, welche Drogen an Goa-Partys konsumiert werden und welche Folgen dies mit sich bringen kann. «Wir wollen mit diesem Bericht zum Thema Partydrogen eine öffentliche Debatte anregen», sagte Gadient.

Wikipedia/ DEA, US

Die Goa-Partys in Graubünden gehören mittlerweile zu den grössten in ganz Europa. Unter anderem in Rona, Zernez, Lostallo und Filisur finden mehrtägige Festivals statt. Dabei geht es vielen Menschen auch darum, für einige Zeit dem Alltag zu entfliehen. Dem wird nicht selten mit Drogen nachgeholfen.

Zu diesem Schluss kommt die Suchthilfe Graubünden in ihrem Jahresbericht, wie die «Südostschweiz» schreibt. Konsumiert werden aber nicht etwa nur Alkohol und Cannabis, sondern auch Partydrogen wie Amphetamine, Kokain oder Ecstasy.

«Eine öffentliche Debatte anregen»

Laut Susanna Gadient, der Präsidentin der Bündner Suchthilfe, will man das Thema nun in den Fokus stellen und die Leute darüber aufklären, welche Drogen an Goa-Partys konsumiert werden und welche Folgen dies mit sich bringen kann. «Wir wollen mit diesem Bericht zum Thema Partydrogen eine öffentliche Debatte anregen», sagte Gadient.

In dem Jahresbericht werden nicht nur Risiken thematisiert. Es kommen auch Goa-Partygänger zu Wort. So etwa ein 23-jähriger Bündner Schreiner, der bereits dreimal am viertägigen Goa-Festival «One Love» in Filisur dabei war und unter anderem Ecstasy konsumierte.

Gefühl eines Marathonläufers

Das Gefühl während des Drogentrips vergleicht der 23-Jährige mit dem eines Marathonläufers. Der Unterschied sei, dass dieser ein grosser Aufwand betreiben müsse, um auf legale Weise in einen Rausch zu kommen. Der 23-Jährige nehme lieber die Abkürzung.

Der Risiken sei er sich bewusst. Er achte deshalb auf die Menge, die er konsumiere: «Wer denkt, dass er sich gleich am ersten Abend die Kante geben muss, der hat den Sinn eines solchen Festivals nicht verstanden», wird der junge Schreiner von der «Südostschweiz» zitiert.

Wirklich bewusst über die Langzeitfolgen sind sich aber die wenigsten, wie Boris Quednow, Forscher an der Universität Zürich, sagt. Er führt regelmässig Tests mit Partydrogen-Konsumenten durch und bespricht die Ergebnisse mit ihnen. Die Besprechung der Testergebnisse ist laut Quednow in vielen Fällen die wirksamste Prävention.

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