Interview: «Das Aufwachen aus einem bösen Traum»

Aktualisiert

Interview«Das Aufwachen aus einem bösen Traum»

Lunik-Sängerin Jaël spricht mit 20 Minuten Online über das Comeback der Band und ihre neue Passion: die Schauspielerei.

von
sei

Am 16. August erscheint mit «What is Next» das neue Album von Lunik. Grund genug um das Aushängeschild Jaël zum Interview zu treffen.

Jaël, der Titel eures neuen ­Albums «What Is Next» klingt nach Neuanfang. Ist es das?

Jaël: Ja, wir hatten gemerkt, dass wir in eine Sackgasse laufen und uns überdenken müssen.

Was stimmte nicht mehr?

Unser kanadisches Label wollte alles mit der grossen Kelle anrichten. Irgendwann erkannten wir uns selbst nicht wieder. Es war wie das Aufwachen aus einem bösen Traum.

Habt ihr damit eure Auslandspläne begraben?

Nein, wir haben immer noch Ambitionen, aber wir gehen es jetzt erst mal ruhig an.

Du persönlich hast dich auch an etwas Neuem versucht ...

Ja, ich war für zehn Monate in London, wo ich eine Schauspielschule besuchte. In der Schweiz fühle ich mich ständig beobachtet und habe das Gefühl, ich müsse in allem sofort supergut sein. In London hatte ich diesen Druck nicht.

Wann sehen wir dich zum ersten Mal im Kino?

Bisherige Rollenangebote habe ich ausgeschlagen. Ich bin sehr wählerisch und bin auch nicht gewillt, mir als Schauspielerin wie in der Musik alles von null aufzubauen. Zahnpastawerbung werde ich jedenfalls keine machen.

Und wenn dir Michael Steiner die perfekte Rolle anböte?

Dann würde ich natürlich ­zu­sagen!

Bist du auch bereit für die Mutterrolle? Du hast im Sommer geheiratet ...

Jetzt kümmere ich mich erst mal darum, dass mein neustes musikalisches Baby gut auf die Welt kommt.

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