Das Aus für die Münztelefone
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Das Aus für die Münztelefone

Die Münztelefone in den Berner Beizen sind bald Geschichte. Da die allermeisten Gäste ein Handy besitzen, werden die alten Apparate fast überall abgeschraubt.

«Die Münzapparate sind am Aussterben», sagt Jean-Daniel Martz, der Direktor von Gastro Bern. Da praktisch jeder Gast ein Handy dabeihabe, seien die Relikte aus der Festnetz-Generation überflüssig geworden. «Sie werden immer weniger gebraucht», so Martz. «In dringenden Fällen kann ja auch das normale Telefon des Betriebs benutzt werden.» Selbst Gastro Bern hat die alten Apparate in ihren Schulungsräumen entsorgt.

Eines der letzten Berner Beizentelefone hängt im Café Kairo in der Lorraine. «Noch besitzen nicht alle Leute ein Mobiltelefon. Deshalb finden wir es wichtig, weiterhin einen Münzapparat zu haben», so Co-Leiterin Kathrin Pauli. «Aber lohnen tut es sich sicher nicht mehr.»

Für Notfälle ist jedenfalls vorgesorgt: In der Stadt Bern gibt es derzeit noch 96 öffentliche Telefonapparate und -zellen, im ganzen Kanton sind es deren 226.

Lorenz Hanselmann

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